Schlieren
Klassische Klänge vom Ensemble «La Compagnia Rossini»

Die Kulturkomission lud mit dem Ensemble «La Compagnia Rossini» zu einem gesanglichen Höhepunkt der Adventszeit. Zu hören gab es neu komponierte Versionen von klassischen Musikstücken.

Kathrin Fink
Merken
Drucken
Teilen
Sopräne Maria Catrina Caduff (links) und Cornelia Deplazes
7 Bilder
La Compagnia Rossini vor der Kirchen-Orgel
Kulturkomission Schlieren lud zum Ensemble: La Compagnia Rossini
Kleine Auswahl des Chors
Die Sopräne in Reih und Glied.
Armin Caduff während einer Solo-Einlage.
Armin Caduff mit den Sopranistinnen.

Sopräne Maria Catrina Caduff (links) und Cornelia Deplazes

Kathrin Fink

Vor der reformierten Kirche in Schlieren ist es adventlich still. Der Christbaum in der Mitte des Platzes leuchtet, zwei Leute führen einen Hund spazieren, das Wasser des kleinen Teichs plätschert. Doch kaum öffnet man die Flügel der schweren Holztür zum Kirchensaal, ertönen lupenreine, klassisch-gesungene Klänge. Hohe Soprane, tiefe Bässe, Harmonien und Solo-Partien gibt das Ensemble «La Compagnia Rossini» auf der Bühne vor der mächtigen Kirchen-Orgel von sich.

Unter der Leitung von Armin Caduff führt das Ensemble seit 30 Jahren Konzerte in unterschiedlichen Formationen auf. Er selbst hat seine Ausbildung zum Opernsänger in Salzburg und Italien absolviert. Das Gesangs- und Klavierdiplom des Zürcher Konservatoriums besitzt er ebenfalls. Die Spezialität des Chor-Chefs Caduff ist, klassische Stücke, die für Orchester konzipiert sind, für ein Stimm-Ensemble neu zu arrangieren. Auf der Chor-Homepage schreibt er: «Seit meiner Jugend sehe ich Bilder und Geschichten, wenn ich Instrumentalmusik höre.» Das Schwierige dabei sei, dann den Text zu einer bekannten Melodie zu schreiben. Dieses Jahr habe ihn vor allem das Klarinetten-Konzert von Wolfgang Amadeus Mozart beschäftigt. Letztlich fasste er den Mut, dazu eine Chorkantate unter dem Titel «Nina, per te vo cantar» zu verfassen, die auch am Mittwoch in Schlieren gesungen wurde.

Sologesang und prächtige Roben

An diesem Abend ist der Chor mit dreissig Mitgliedern nicht vollzählig. Eine eher kleine Auswahl von sieben Solisten — darunter Caduffs Kinder Maria Catrina und Flurin — präsentieren die Opern-Klassiker und Stücke aus dem Barock und der Romantik. Besonders die zwei Sopranistinnen Maria Catrina Caduff und Cornelia Deplazes stechen durch Solo-Einlagen und ihre prächtigen Roben hervor. Die eine ganz in Violett, die andere in Azurblau gekleidet, präsentieren sie stimmsicher die Arien.

Am Klavier wird der Chor von Christoph Demarmels begleitet, der den einzigen Fixpunkt auf der Bühne bildet. Das Ensemble zeigt sich je nach Darbietung in anderen Formationen. Einmal singen die Frauen im Quartett, dann schmettert Bass Flurin Caduff oder Tenor Claudio Simonet ein Solo-Stück durch die Halle. Die Zuschauer in den Kirchenbänken und auf dem Balkon klatschen begeistert nach jeder Gesangs-Präsentation und sind sichtlich erstaunt über die gesanglichen Fertigkeiten der Chormitglieder.