Alterseinrichtungen
Im Sommer soll die Altersstrategie in Schlieren stehen

Neben einem eigenen Altersheim-Neubau steht auch die Auslagerung an eine private Firma im Raum.

Florian Niedermann
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Das Haus für Betagte Sandbühl – hier Bewohner beim Rollatorentraining – ist an seinem Lebensende angelangt. Die stationäre Pflege will die Stadt Schlieren ins Pflegezentrum des Spitals auslagern.

Das Haus für Betagte Sandbühl – hier Bewohner beim Rollatorentraining – ist an seinem Lebensende angelangt. Die stationäre Pflege will die Stadt Schlieren ins Pflegezentrum des Spitals auslagern.

KSC

Die Schlieremer Alterseinrichtungen kommen bald an ihre Grenzen: Derzeit trifft die Kommission Alterseinrichtungen deshalb verschiedene Abklärungen, wie Alters- und Sozialvorstand Christian Meier (SVP) auf Anfrage erklärt: «Bis nach den Sommerferien wollen wir eine Strategie erarbeiten, wie wir den gegenwärtigen und den künftigen Bedarf an Pflege- und Altersversorgungsplätzen decken könnten.»

Zwar entstanden an der Bachstrasse und im Mühleacker in den letzten Jahren mehrere Alters- und Pflegewohnungen. Doch die älteste Pflegeeinrichtung der Stadt, das Haus für Betagte Sandbühl, ist an seinem Lebensende angelangt (die Limmattaler Zeitung berichtete). Damit muss die Stadt bald nicht nur neue Kapazitäten in der Pflege und beim Wohnen im Alter, sondern auch Ersatz für das bestehende Kontingent im «Sandbühl» schaffen.

Stadt setzt auf das Pflegezentrum

Was die Pflegebetten angeht, setzt der Stadtrat schon seit längerem auf das Pflegezentrum des Spitals Limmattal: Das Gebäude, das in nächster Nachbarschaft des «Sandbühls» steht, muss in den kommenden Jahren entweder totalsaniert, oder durch einen Neubau ersetzt werden. Die Stadt Schlieren hofft nun, dass sie ihr Kontingent an stationären Pflegebetten im Pflegezentrum dann aufstocken kann. Und die Chancen, dass dies möglich wird, ständen gut, sagt Meier: «Das Spital Limmattal hat uns gebeten, unsere Planung zur Altersversorgung bis im Herbst abzuschliessen, weil dann dort die Projektierung für das Pflegezentrum beginnt.»

Bereits im 2013 hat die Pflegedirektorin Susanne Vanini vom Verwaltungsrat des Spitals Limmattal den Auftrag bekommen, die Bedürfnisse der Pflegeinstitutionen in der Region und der Zweckverbandsgemeinden abzuholen. Bevor man an die Planung des Projekts geht, will die Pflegedirektorin so die zukünftige Ausrichtung ihrer Institution festlegen (siehe Kontext). Von den angefragten Limmattaler Gemeinden machen im Projekt alle ausser Aesch und Birmensdorf mit.

Doch selbst wenn es tatsächlich zu einer Auslagerung der Pflegebetten des Sandbühls kommt – für die nichtstationären Plätze für Senioren muss andernorts Ersatz geschaffen werden. Die Möglichkeiten, welche die Kommission Alterseinrichtungen dabei prüft, sind vielfältig: Sie reichen von einem eigenen Neubau bis zur Auslagerung der Altersversorgung an private Anbieter, wie Meier sagt. Im Verlauf der Woche hätten die Kommissionsmitglieder solche privat erstellte Alterseinrichtungen besucht, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Kaum Spielraum bei Neubau

Um ein eigenes Gebäude zu erstellen, hat die Stadt nur wenige Standortoptionen: Eine davon bestand etwa im Stadtpark. Nachdem die Exekutive 2007 einen Kredit in der Höhe von 190 000 Franken für einen Architekturwettbewerb für ein entsprechendes Projekt gesprochen hatte, wurde der Plan wieder verworfen. Auch auf dem Färberhüsli-Areal gleich gegenüber dem Sandbühl besitzt die Stadt Land. «Dort ein Altersheim zu bauen, wäre eine Variante. Aber ich halte sie nicht für mehrheitsfähig», so Meier. Alternativ gebe es erste Überlegungen, Wohnen im Alter in einer bestehenden Liegenschaft zu realisieren. «Es ist aber noch zu früh, um dazu mehr zu sagen», sagt er.