Walliswil-Wangen
Im Lager der Jungschar erwacht das Leben

800 Kinder und 700 Leiter und Helfer leben für zehn Tage in Walliswil-Wangen in einer Zeltstadt. Beim «Schweizertreffen» kommen lauter Jungscharen der evangelisch-methodistischen Kirche zusammen.

Johannes Reichen
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Sommerlager der Jungschar in Walliswil-Wangen
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In Walliswil-Wangen beginnt das Sommerlager für 1200 Kinder der evangelisch-methodistischen Jungschar aus der ganzen Deutschschweiz22
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Sommerlager der Jungschar in Walliswil-Wangen

Noch steht das Zelt nicht, noch sind die Heringe nicht eingeschlagen, aber die Jungen haben jetzt anderes im Kopf. «Jona!», ruft Timi, «ich habe wieder eine.» Er streckt seinem Kameraden die geschlossene Faust hin, und legt ihm dann eine Heuschrecke in die Hand. Jonathan klemmt das Insekt zwischen Daumen und Zeigefinger und steckt es, mitsamt zappelnden Beinchen, in den Mund. «Schmeckt wie Bohnen», sagt er.

Leben im «Dorf»

Jonathan, Timi, all die anderen Jungs und zwei Mädchen gehören zur Jungschar Büren a/A. Am Morgen sind sie mit Bus und Bahn aus dem Seeland nach Walliswil-Wangen gereist. Jetzt stehen sie auf der Wiese inmitten einer riesigen Zeltstadt, am zehntägigen «Schweizertreffen» der Jungscharen der evangelisch-methodistischen Kirche (EMK).

Sie schlagen ihre Zelte im «Berner Dorf» auf. Die anderen vier Dörfer heissen Ost, Aargau, Basel, und dann gibt es auch noch das Dorf Alpha. Nicht einmal Michael Breiter weiss genau, was dieser Name soll. Breiter ist Mitglied des Organisationskomitees, zuständig für die Medien. Jedenfalls aber stammen die Alpha-Leute aus der Region Zürich-Graubünden.

Lagerleben auf 15 Hektaren

Aus der ganzen Deutschschweiz reisen sie jetzt an, 800 Kinder, 400 Leiter und 300 Helfer werden in den kommenden zehn Tagen das Gelände zwischen Walliswil und Heimenhausen bevölkern. Es ist 15 Hektaren gross, riesige Zelte aus Militärblachen wurden aufgebaut, ein Turm, eine Brücke. Am Donnerstag begann der Aufbau, übers Wochenende mit 350 Helfern je Tag.

«Es ist alles reibungslos abgelaufen», sagt Beat Reinhard, Leiter Infrastruktur, «jetzt sind wir parat.» Für ihn ist der Aufbau ein Heimspiel, er wohnt in Walliswil. Zuerst wurden Stromgeneratoren herangekarrt, dann über zehn Tonnen Blachen, Seile, Decken, gegen 30 Tonnen Holz, dazu Container für die «sicherheitsrelevanten Anlagen», wie Reinhard sagt. Und ins Dorf wurde eine Telefonleitung gelegt.

Gäste aus Wiedlisbach

Wegen des Wetters macht er sich kaum Sorgen. Wenn es nicht gerade in Kübeln giesst, wird es hier keine Schlammschlacht geben. Die Ruhe vor dem Sturm ist also eher eine Ruhe vor dem Ansturm der Jugendlichen. Und die geniesst auch noch das Team der Jungschar Wiedlisbach. «Wir werden die Kinder später in Wangen abholen», sagt Leiterin Monika Krähenbühl. 9 Leiter werden sich um 22 Kinder kümmern, vorerst aber mühen auch sie sich mit dem Aufstellen der Zelte ab.

Die Wiedlisbacher Gruppe gehört nicht zu der Jungschar der EMK, sondern ist dem Bund Evangelischer Schweizer Jungscharen angeschlossen, also ebenfalls eine freikirchliche Jungschar. Daneben gebe es mit einer Gruppe aus Embrach noch eine weitere Jungschar aus einer anderen Freikirche, sagt Medienchef Breiter. «Beide sind als Gast dabei.»

Verständnis und Regeln

Natürlich nimmt der Glaube in diesem Lager eine wichtige Stellung ein. «Es gibt jeden Tag eine Andacht», sagt Krähenbühl, und sie ist überzeugt davon, dass sich dies im Lagerleben bemerkbar macht und für eine besondere Stimmung sorgt. «Es ist friedlich. Wir haben Verständnis füreinander.» Aber natürlich reicht Verständnis allein nicht immer weiter, bei über 1000 unternehmungsfreudigen Kindern. «Es gibt Regeln, und die müssen eingehalten werden», sagt sie.

Das gilt dann wohl auch für Noah aus Büren a/A. «Zuerst hat es mich etwas gestört, dass das Lager auch am 1. August ist», sagt der Junge. Dann nämlich jagt er für gewöhnlich gerne viel Feuerwerk in die Luft. «Ich weiss nicht», sagt er, «ob das hier auch möglich sein wird.»

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