Innovation
Ein Balanceakt bei eisiger Kälte

Die Hector Egger Holzbau AG am Steinackerweg 18 investiert 8,5 Millionen Franken ins Werk II.

Hans Mathys
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Hector Egger

Hector Egger

az Langenthaler Tagblatt

75 Meter lang, 36 Meter breit und 15,7 Meter hoch wird der Neubau, der gleich neben dem markanten Werk I zu stehen kommt und mit diesem durch eine Passarelle verbunden sein wird. Damit wird das Werk II 6 Meter breiter als das Werk I sein. Gestern Dienstag erfolgte der spektakuläre erste Hub. Das erste einzusetzende Dachbauteil mit einem Gewicht von 30,5 Tonnen wurde mit einem 300-Tonnen-Autokran - sein Ausleger ist 54 Meter lang - auf 15 Meter angehoben und zentimetergenau in die Konstruktion eigesetzt. Das Werk II soll im März nächsten Jahres bezogen werden können.
20 neue Arbeitsplätze

«Es ist ein gigantischen Projekt, und deshalb bin ich schon etwas kribbelig", sagte gestern Dienstagmorgen kurz vor 8 Uhr Paul Schär, Inhaber und Geschäftsleiter der Hector Egger Holzbau AG. Er war per Natel mal mit Gesamtprojektleiter Daniel Bühler und mal mit Walter Schürch verbunden, der als Montageleiter das Kommando gab. Die Dachkonstruktion des neuen Werks II wird eine der grössten ihrer Art. Der gestrige erste Hub war der Beginn der Montage. Das erste einzusetzende Dachbauteil wurde am Boden zusammengesetzt. Es besteht aus zwei Fachwerkbindern - 42 Meter lang und 3 Meter hoch - sowie 6 Meter breiten Dachelementen. Schär erfreut: «Dank des Werks II entstehen rund 20 neue Arbeitsplätze.»
Paul Schär kommentierte fürs Publikum den ersten Hub und hielt dieses mithilfe eines Baustellen-Installationsplanes auf dem Laufenden. Auch viele Angestellte der Hector Egger Holzbau AG verfolgten den Kraneinsatz. «Es kommt gut», sagte der Firmenchef um 8.05 Uhr, als beim Anheben des Dachbauteils das Holz knisterte. Seine Zuversicht war begründet, wie sich im Verlaufe des Morgens zeigte. «Schon beim Bau des Werkes I verlief alles reibungslos», verglich Schär den aktuellen Bau mit dem Werk I, das 2003 erstellt wurde. «Bis Weihnachten soll die halbe Hallenfläche regendicht sein, die andere dann nach Neujahr», so Schär. Das Werk II wird dem Werk I nicht ähnlich sein. Anfang März wird eine neue, höchst leistungsfähige CNC-Maschine im Werk II installiert. «Diese ist 30 Prozent schneller als die bisherige, die im Werk I weiterhin eingesetzt wird», weiss Schär und freut sich darauf, dass seine Firma die Kapazitäten ausbauen und dank des Werks II in der Vorfabrikation künftig nicht mehr an Grenzen stossen wird.