Industriewelt Aargau
Die blaue Delikatesse – frisch, lokal und gesund

Zukunftsweisend ist die Schweizer Shrimps-Farm in Rheinfelden. Seit rund zehn Monaten werden im grossen Stil Shrimps lokal gezüchtet.

Isabel Iten
Merken
Drucken
Teilen
Die Shrimps werden erst bei Bestellung gefischt.

Die Shrimps werden erst bei Bestellung gefischt.

Bild: SwissShrimp AG

Swiss Shrimp AG hat sich zum Ziel gemacht, Genuss, Schweizer Qualität und Nachhaltigkeit zu verbinden. Das Start-up-Unternehmen in Rheinfelden hat sich damit in kurzer Zeit nicht nur im Aargau einen Namen geschaffen.Es wurde bereits mit dem Swiss Excellence Product Award und dem Sales Excellence Award 2019 ausgezeichnet. Endlich kann man Shrimps mit einem guten Gewissen essen. Die Idee dazu stammt vom Informatiker Thomas Tschirren, einem der Gründer. Auf einer Reise 2008 durch Vietnam hatte er einen Einblick in Shrimps-Farmen, aus denen Tiere tonnenweise und gefroren in die Schweiz zum Verzehr versandt werden. Das muss nicht sein. Heute steht auf dem Areal der Schweizer Salinen AG in Rheinfelden die Swiss Shrimp AG. Sie ist die grösste Shrimps-Farm, die bis heute in Europa gebaut wurde. Seit rund zehn Monaten werden hier Shrimps verkauft. Ein Besuch im Innern ist wie eine kleine Reise im Sommer in den Süden. Die Luft ist tropisch warm und es riecht nach Meer. In sechzehn grossen Becken tummeln sich Schwärme von schillernd blauen Shrimps. «Die Farbe ist auf das sauerstoffreiche Wasser zurückzuführen», so Samuel Hohler.

Garantiert ohne Antibiotika

Mit grossem Wissen und den neusten Methoden sorgen die Mitarbeitenden für die hohe Qualität der Shrimps.«Das Wohl der Tiere hat immer Priorität», betont der Leiter des Vertriebs. Die Tiere leben in sechzehn grossen Becken. Das 28 Grad warme Wasser ist ständig am Zirkulieren. «Mit einem ausgeklügelten Biofiltersystem wird es komplett gereinigt und jeder Tropfen wird mehrmals täglich neu aufbereitet. Auch die Tiere werden 20-mal am Tag mit biologischem Spezialfutter versorgt, garantiert ohne Antibiotika», unterstreicht Samuel Hohler. Das Wasser in den Becken wird mit einer Meersalzmischung angereichert. 80 Prozent davon ist Salz der Schweizer Salinen.

Abwärme gut genutzt

Die Schweizer Salinen AG als Partnerin war bereits am Grundausbau beteiligt. Sie liefert durch eine Pipeline direkt ihre Abwärme,die beider Salzproduktion entsteht, in die Shrimpszucht. Damit muss diese Abwärme nicht mehr ungenutzt in den Rhein geleitet werden. «Um Food Waste zu vermeiden, ernten wir nur auf Bestellung und liefern innerhalb von vierundzwanzig Stunden.Wer online bestellt, erhält die Shrimps gut gekühlt in wiederverwertbaren Boxen geliefert.» Die Tiere werden manuell sorgfältig aus den Becken gefischt, bis zum Abpacken in eiskaltes Wasser gelegt und nicht tiefgefroren. «Damit die zarten, knackigen Shrimps ihr einmaliges delikates Aroma behalten, sollten diese ungeschält nur kurz angebraten, grilliert oder gedämpft werden.» Öffentliche Besichtigungen werden auch von Aargau Tourismus organisiert.

Postauto-Erlebnisfahrten

Aargau Tourismus organisiert in Zusammenarbeit mit PostAuto Nordwestschweiz und im Rahmen von #ZeitspringIndustrie 2020 sieben Postauto-Erlebnisfahrten. Auf dieser einzigartigen Reise werden die Swiss Shrimp AG in Rheinfelden und die Whisky-Destillerie von Ruedi Käser in Elfingen besucht. Ausführliche Informationen:

Aargau Tourismus AG, Laurstrasse 10, 5200 Brugg, Telefon 062 823 00 73, www.aargautourismus.ch