2. Liga Inter
Der FC Langenthal spielt gegen Red-Star Zürich unnötig mit dem Feuer

Die Siegesserie des FC Langenthal in der 2. Liga Interregional nahm gestern mit dem 3:2-Sieg gegen Red-Star Zürich beinahe schon die logische, erwartete Fortsetzung. Das Team von Neuenschwander war die klar bessere Mannschaft.

Roland Jungi
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Langenthals Bledar Binaku (R) im Kampf um den Ball gegen Red Star Joel Durand (L)
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Langenthals Tolga OezdemirSalim Benziar (L) im Zweikampf
Der FC Langenthal gegen die Red Star Zuerich
Langenthal's Spieler jubeln

Langenthals Bledar Binaku (R) im Kampf um den Ball gegen Red Star Joel Durand (L)

Marcel Bieri

Das Team von Cheftrainer Willy Neuenschwander beeindruckte mit einer Top-Leistung in der ersten Halbzeit. Die Oberaargauer schossen zwar die wichtigen Tore, liessen aber unverständlicherweise die Zürcher in der zweiten Halbzeit wieder ins Spiel zurückkommen.

Die Gastgeber starteten mit breiter Brust in das erste Heimspiel des neuen Jahres. Bereits nach fünf Minuten gingen die Langenthaler 1:0 in Führung. Virgile Boumelaha, der neue Innenverteidiger des FC Langenthal, schlich sich in den gegnerischen Strafraum und verwertete einen Freistoss – getreten durch Hügli – für Zurbuchen unhaltbar mit dem Kopf.

Sensationelle Parade

Die Einheimischen spielten beinahe aus einem Guss und forcierten die Offensive. Red-Star kam kaum über die Mittellinie. In der 13. Minute musste Goalie Mathieu Wolownik mit einer sensationellen Parade einen Stutz Schuss befreien. Praktisch im Gegenzug schlug Oezdemir, der Aussenläufer im Mittelfeld der Gastgeber, eiskalt zu. Dieser düpierte Zurbuchen mit einem unhaltbaren Distanzschuss.

Zahlreiche Chancen

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte gewannen die Langenthaler die Mehrzahl der Zweikämpfe und sorgten auch immer wieder für helle Aufregung im Zürcher Strafraum. Dies zeigte in der 43. Minute Folgen. Zuerst konnte der Gäste-Keeper Zurbuchen noch einen Hügli-Knaller abwehren, den Abpraller verwandelte Karaboga aber untypisch per Kopf. Eine kurze Nachlässigkeit in der Hintermannschaft der Oberaargauer nutzte Red-Star durch Vataj in der kurzen Nachspielzeit zum 3:1.

Auch die zweite Halbzeit prägten danach wiederum die Langenthaler. Mit grossem Zug aufs gegnerische Tor beschäftigten diese die Verteidigung der Red-Stars. Die Oberaargauer liessen sich zahlreiche Chancen notieren, der krönende Erfolg blieb jedoch aus. Es folgte die 63. Minute. Sabedini gelang der völlig unnötige Anschlusstreffer der Zürcher zum 3:2. Doch die Langenthaler vermochten zu reagieren.

Langenthal klar besser

Eine Viertelstunde vor Schluss verzog Binaku aus guter Position. Die Gäste aus Zürich versuchten noch alles, den Ausgleich zu erzielen. In der 93. Minute setzte Boumelaha im Stile eines Stürmers den Ball aus vollem Lauf an den Pfosten. Der Langenthaler Sieg geht letztlich völlig in Ordnung. Das Team von Neuenschwander war die klar bessere Mannschaft. Der Schlussspurt der Zürcher kam zu spät.