Limmattal
Carole Schoch Zeller und Brigitte Becker geben das Wirtschaftspodium Limmattal in neue Hände

Carole Schoch Zeller und Brigitte Becker geben das Wirtschaftspodium Limmattal ab. Neu wird die Bülacher Agentur Faabrik GmbH den Anlass organisieren.

David Egger
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Sie reichen ihren grössten Anlass in neue Hände weiter

Sie reichen ihren grössten Anlass in neue Hände weiter

Alex Spichale

Nach vier Jahren das Ende: ­Brigitte Becker und Carole Schoch Zeller organisieren das Wirtschaftspodium Limmattal (Wipo) künftig nicht mehr. Sie richten ihre Agentur Buchstäblich AG neu aus. Neu übernimmt per Januar 2021 das Duo Fabienne Auer und Nathalie Steiner von der Agentur Faabrik GmbH aus Bülach. «Wir freuen uns, dass das OK weiterhin auf Frauenpower setzt», sagt Brigitte Becker zufrieden.

Becker und Schochs Handschrift wird das Wirtschaftspodium 2021, wenn es denn stattfindet, gleichwohl noch tragen. Das Programm steht. Es ist dasjenige, das 2020 wegen Corona nicht stattfinden konnte. Am Podiumsgespräch wird zum Beispiel Roland Brack, Inhaber und Gründer des gleichnamigen Onlinehändlers, teilnehmen. Eine Änderung ist, dass Bundesrat Guy Parmelin seine Teilnahme abgesagt hat. 2021 passt der Anlass nicht mehr in seine Agenda, da er dann Bundespräsident ist. Zudem wird erst 2022 ­wieder ein Wipo-Jungunternehmerpreis verliehen.

«Unser Umsatz ist massiv eingebrochen»

Das anno 2000 in Dietikon ins Leben gerufene Wirtschaftspodium Limmattal steht unter dem gemeinsamen Patronat der Wirtschaftskammer Schlieren, des Industrie- und Handelsvereins Dietikon und der Spreitenbacher Vereinigung für Industrie, Dienstleistungen und Handel. Fredi Pahr, Präsident der Spreitenbacher und des gemeinsamen Organisationskomitees, bedankt sich bei Becker und Schoch. «Gemeinsam haben wir viel erreicht, neue Ideen kreiert und das Wirtschaftspodium Limmattal konstant weiterentwickelt», wird er in einer gemeinsamen Mitteilung zitiert. Den grössten Schritt mit Becker und Schoch ging das Wirtschaftspodium 2018, als es erstmals in der Umweltarena Spreitenbach und nicht mehr in der Dietiker Stadthalle stattfand und mit über tausend Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Gewerbe und Politik einen neuen Teilnehmerrekord erreichte. Ein grosser Schritt war auch die erstmalige Verleihung des Wipo-Jungunternehmerpreises 2019.

Übernommen hatten Becker und Schoch die Organisation des grossen Anlasses per 2017 von Edi Cincera. 2016 hatten sie den Anlass gemeinsam ­organisiert.

«Wir dachten, wir würden diesen Job viel länger machen», sagt Becker gegenüber der «Limmattaler Zeitung». Doch der Bruch kam mit Corona. Die Buchstäblich AG konnte 2020 keinen einzigen Anlass auf die Beine stellen – alles abgesagt. «Unser Umsatz ist massiv eingebrochen», so Becker. Dieses Risiko wollen sie und Schoch nicht nochmals eingehen.

Weniger Events, mehr Kommunikation

Deshalb will sich die Event- und Kommunikationsagentur neu ausrichten, das heisst: weniger Events, mehr Kommunikation. In Sachen Marketing und Kommunikation zu Nachhaltigkeitsthemen sehen Becker und Schoch Entwicklungspotenzial. «Wir setzen die Segel neu», so Becker. Kleinere Events als das Wirtschaftspodium wollen sie aber nach wie vor organisieren.

Am Dienstag hatten Schoch und Becker ihren Entscheid mitgeteilt. «Wir haben daraufhin sehr schönes Feedback für unsere Arbeit erhalten, etwa von den Sponsoren. Es ist schön, zu spüren, dass die Leute gut finden, was wir machen. Wir waren immer mit viel Emotionen und Herzblut dabei», so Becker. Aber nun, nachdem sie das Wirtschaftspodium weiterentwickelt haben, entwickeln sie ihre Firma weiter. Ob sie damit Erfolg haben, werden sie spätestens am Apéro des nächsten Wirtschaftspodiums erzählen.