Schlieren
Am Faustball-Turnier fanden die Highlights bei den Damen statt

Am alljährlichen Grosshallenturnier des STV Schlieren nahmen viele Faustballbegeisterte aus der ganzen Schweiz teil. Doch kam beim nächtlichen Plauschturnier auch der Spass nicht zu kurz.

Sebastian Schuler
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Impressionen vom Faustball-Turnier in Schlieren
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Eva Lässer und Jamie Bucher vom SVD Diepoldsau-Schmitter.
Joey Huang (links) und Alessa Krautter vom STV Schlieren.
Das Duell zwischen Satus Kreuzlingen und dem STV Walzenhausen (blau).
Jede Mannschaft begrüsst vor dem Spiel den Schiedsrichter, den Gegner und die Zuschauer.

Impressionen vom Faustball-Turnier in Schlieren

Sebastian Schuler

Auch wenn die Sporthalle Unterrohr in Schlieren am Samstagmorgen noch in dichten Nebel gehüllt war und auf den ersten Blick wie ausgestorben wirkte, herrschte darin schon emsiges Treiben. Die Faustballerinnen der ersten und zweiten Mannschaft des STV Schlieren schlugen mit grosser Wucht und Präzision das Spielgerät über die rot-weisse Leine und kamen nach jedem Punkt zusammen, um abzuklatschen. Mit dem internen Vereinsduell eröffneten die beiden Teams das Grosshallenturnier des Schlieremer Faustballvereins, das an diesem Wochenende in der 23. Auflage stattfand.

Dieses Jahr meldeten sich 51 Mannschaften an, die in verschiedenen Kategorien gegeneinander antraten. «Während es bei den Männern und Frauen der Elite darum geht, Spielpraxis für die bevorstehende Hallensaison zu sammeln, steht beim nächtlichen Plauschturnier der Spass im Vordergrund», sagt Rolf Bühler. Der OK-Präsident organisierte das Faustballturnier bereits zum 16. Mal. Weil auch die restlichen OK-Mitglieder schon seit Jahren dabei sind, sei die Planung fast wie von alleine vonstattengegangen.

Bei den Herren fehlten einige Elite-Teams

Im Unterschied zu den früheren Ausgaben wählten die Verantwortlichen in diesem Jahr ein späteres Datum für die Austragung. «Wir wollten so den Herbstferien ausweichen», sagt Bühler. Der Versuch glückte jedoch nur zum Teil. Denn zeitgleich fanden auch andere Faustballturniere statt, weshalb es in einzelnen Kategorien weniger Anmeldungen gab. «Etwa bei den Herren Elite fehlen ein bis zwei Mannschaften.» Deswegen sah Bühler in diesem Jahr in der Kategorie der Frauen Elite das sportliche Highlight. Dort traten neben der ersten Mannschaft des STV Schlieren mit dem SVD Diepoldsau-Schmitter und Satus Kreuzlingen zwei weitere Nationalliga-A-Mannschaften an. Das Teilnehmerfeld wurde durch den TV Kirchberg und den STV Walzenhausen komplettiert, die gemeinsam mit der zweiten Schlieremer Mannschaft in der Nationalliga B spielen.

Jamie Bucher und Eva Lässer vom SVD Diepoldsau-Schmitter sind regelmässige Gäste in Schlieren und waren auch dieses Jahr dabei. «Das Turnier ist ein fester Bestandteil unserer Vorbereitung auf die Hallensaison», sagt Bucher. Sie schätzt vor allem, dass wegen der durchmischten Gruppen der Vergleich mit unterklassigen Gegnern möglich sei.

Faustball gilt als ein familiärer Teamsport

Auch Joey Huang und Alessa Krautter vom Fanionteam der Schlieremer nahmen bereits mehrmals am Heimturnier teil. Auf dieses freuen sich die beiden jeweils besonders, da keine langen Anfahrtswege notwendig sind. «Weil wir heute das erste Spiel bestritten, mussten wir trotzdem früh aufstehen», sagt Krautter und lacht. Die 25-Jährige kommt aus einer Faustballfamilie. «Sogar meine Grosseltern spielten Faustball.» Huang wurde durch eine Werbeaktion des Vereins auf die Sportart aufmerksam. «Am Faustball gefällt mir, dass es ein Teamsport ist und eine familiäre Stimmung herrscht», sagt sie. Dem stimmen auch die Rheintalerinnen zu und Lässer fügt an: «Da es kaum möglich ist, Faustball professionell zu betreiben, geht es bei uns, im Gegensatz zu anderen Sportarten, wirklich noch um den Sport.»

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