Ein Break zum Auftakt
Wiler-Ersigen und Goalie Wolf starten in Winterthur mit Shutout in die Halbfinal-Serie

Gleich zum Auftakt der Playoff-Halbfinalserie gelingt Titelverteidiger Wiler-Ersigen das «Break» in Winterthur und siegt im TV-Spiel mit 3:0.

Marcel Siegenthaler
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Wiler-Goalie und seiner Vorderleute (hier Matthias Hofbauer) zeigten im TV-Spiel eine perfekte Defensivleistung.

Wiler-Goalie und seiner Vorderleute (hier Matthias Hofbauer) zeigten im TV-Spiel eine perfekte Defensivleistung.

Zur Verfügung gestellt

Ein weitgehend unspektakuläres, von der Taktik geprägtes Spiel, wie es zu Beginn einer Serie halt immer geben kann, fand einen verdienten Sieger, weil der Meister doch mehr fürs Spiel tat, als der HCR, der ohne Erfolg auf Fehler in der Defense des SVWE spekulierte.

Zu einer erfolgreichen Mannschaft gehört eben auch, dass man geduldig genug bleibt, um auch solche Spiele für sich zu entscheiden. Das dürfte der Wiler Trainercrew als Lehrstück für die zahlreichen Jungtalente besonders gefallen haben. Somit wahrte der Meister auch seine Ungeschlagenheit in den diesjährigen Playoffs und feierte den fünften Sieg in Folge.

Wolf auf Abschiedstournee

SVWE-Goalie Nicolas Wolf befindet sich bekanntlich auf Abschiedstournee. Dabei wollte der Mitinhaber eines Grafikateliers nach drei Meistertiteln und zwei Superfinals die letzten Wochen seiner Karriere nochmals so richtig geniessen. Mit dem erstmaligen Cuptriumph konnte Wolf bereits eines seiner Ziele erreichen.

Der Auftritt im ersten Playoff-Halbfinal-TV-Spiel der Unihockey-Geschichte war ein weiterer Glanzpunkt, denn als erster Goalie überhaupt in der laufenden Meisterschaft glückt dem 25-jährigen SVWE-Eigengewächs ein Shutout. Ein untadeliger Wolf und die gut funktionierende Defense waren der Schlüssel zum Auswärtssieg beim HC Rychenberg.

Verdienter Sieg

Die von der Taktik geprägte Partie mit ultradefensiv eingestellten Gastgebern war deshalb eher Unihockey-Schach und sicherlich kein „TV-Hingucker“, obwohl die Partie natürlich lange offen blieb.

Da der SVWE aber nicht in die von den Gastgebern gestellte Falle tappen wollte und seinen eigenen «gameplan» nie verliess, war der Treffer zum 1:0 im Startdrittel schön herauskombiniert durch die dritte Linie am Ende schon das «game-winning»-Goal. Eiskalt nützte dann SVWE-Topskorer Deny Känzig die Chancen, als Winterthur mehr riskieren musste, zu zwei weiteren Toren und dem verdienten 3:0-Sieg in Spiel 1.

Am 24. März geht es weiter in Kirchberg

Weiter geht es nächsten Samstag mit dem ersten Heimspiel des SVWE (19.00 Uhr in der Grossmatt-Halle in Kirchberg). Beide Teams haben also eine Woche Zeit, Korrekturen vorzunehmen. Es ist damit zu rechnen, dass mit Fortdauer der Serie die taktischen Fesseln gelockert werden.

Die Winterthurer, welche mit viel Offensivpower in den Viertelfinals die favorisierten Langnau Tigers mit 4:1-Siegen eliminiert hatten, werden wohl mehr Risiken eingehen müssen, womit die weiteren Partien wohl offensiver und attraktiver geführt werden dürften.

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