Natur- & Vogelschutzverein
Natur- und Vogelschutzverein Bellikon am Neusiedlersee

Grossartige Woche mit wunderbaren Naturerlebnissen

Marcel Siegrist
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Bellikon Natur- und Vogelschutzverein reiste an den Neusiedlersee
Der Raum um den Neusiedlersee ist bekannt für seine Vielfalt an Nischen für Mensch, Tier und seltene Pflanzen. Der Natur- und Vogelschutzverein Bellikon hat deshalb seine jährliche Fahrt dieses Mal dorthin organisiert. Eine Gruppe von zehn Interessierten fuhr mit einem Bus in dieses Gebiet. Der junge Steppensee, der westlichste Europas, hat mit Bergseen nichts gemeinsam: er ist seicht, leicht salzhaltig, und seinen Boden bedeckt ein feinkörniges Sediment. Zudem wirkt die riesige Wasserfläche als Wärmespeicher, was die Vegetationsperiode verlängert und Luftfeuchtigkeit spendet. Der Neusiedlersee erhält sein Wasser praktisch einzig vom Himmel in Form von Niederschlägen, was Wasserstandsschwankungen bis zum Austrocknen bewirkt. Der Schilfgürtel und die dünne Besiedlung durch den Menschen, rmöglichte die Entstehung einer einmaligen Naturlandschaft, wo Reiher und Löffler und Tausende von Singvögeln zu Hause sind. Zudem ist der landseitige Gürtel ideales Habitat vieler Amphibien, Reptilien und Säugern. Via Memmingen - Salzburg - Melk in der Wachau ging es nach Podersdorf am See, einem kleinen Seewinkeldorf. Dort wurde die Gruppe in einer Pension untergebracht. Die nächsten Tage sollten den Teilnehmern ene Vielfalt von Naturerlebnissen bescheren. Jeden Tag wurden unter der Leitung von Guido Wähli (Landschaft und Kultur) und Ernst Hofstetter (Biologie und Ökologische Zusammenhänge) interessante Ausflüge gemacht: Man bestaunte den geschichtsträchtigen ehemaligen Flüchtlingsübergang in Andau an der ungarischen Grenze.Es handelte sich um eine Privatbrücke der Andauer Bauern, die zu Einbringung der Heuernte und des brennholzes über den Einserkanal geschlagen worden war - eine Brücke, welche der letzte Ausweg in die Freiheit für Tausende von Ungarn bedeutete. Ein Gebiet zudem, welches heute das Habitat der seltenen Grosstrappe, dem schwersten flugfähigen Vogel der Welt, ist. Man umrundete den See, um die schmucken Weindörfer und die wenigen Anhöhen im westlichen Teil des Sees zu erleben. Es gab auch die Gelegenheit, frühmorgens an einer interessanten Führung mit einer jungen Ökologiestudentin des Naturschutzzentrums Illmitz teilzunehmen. In diesem Zentrum laufen alle Fäden in Bezug auf Natur und Landschaftsschutz und Biosphärenschutz zusammen. EinMuseum mit einer hervorragenden Ausstellung und freundlichem Personal lud zum Verweilen ein. Auch dem Besuch einer grossen Kolonie von Bienenfressern galt die Exkursion. Etwas ausserhalb des Dorfes Weiden ist es der Reisegruppe gelungen, fütternde Bienenfressereltern zu beobachten. Nach einer grossartigen Woche mit wunderbaren Naturerlebnissen und eindrücklichen Landschaften und menschlichen Siedlungen wurde der Rückweg über Salzburg, wo wieder die Pension zum Verweilen einlud, angetreten. Mit einer Bilderbuchfahrt durch das Tirol verliessen die Belliker Naturschützer Österreich. (eho)