Reformierte Kirchgemeinde
Kirchtürme und Minarette in Syrien

Reisegruppe aus Gränichen feierte gleich zwei Mal Ostern.

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Eine zwanzigköpfige Reisegruppe aus der reformierten Kirchgemeinde Gränichen bereiste unter der Leitung von Pfarrer Simon Pfeiffer über Ostern Syrien. Die dreizehn Tage mit dem deutsch sprechenden syrischen Reiseleiter Samir Jakoub boten aufschlussreiche Einblicke in die syrische Kultur von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Schwerpunkte der Reise lagen in Damaskus und Aleppo, Höhepunkte waren auch der Kamelritt nach Palmyra und die Bootsfahrt zur einzigen Mittelmeerinsel Syriens Arwad.

Erstaunt hat die Reisenden zuerst einmal die Vielfalt der Menschen: Frauen mit und ohne Kopftuch oder gar ganz in schwarz gehüllt, Männer in beduinischer oder osmanischer Tracht oder auch im klassischen Anzug oder italienisch schick. Dann eine Vielzahl von Moscheen, Kirchen und Klöstern, welche wiederum von neugierigen Christen und Muslimen besucht und auch fotografiert werden. Auf den Strassen eine bunte Flotte von Vehikeln jeden Jahrgangs. Und auf den Märkten eine Vielfalt von Waren, die üppig nebeneinander präsentiert werden, von Tüchern und Schmuck bis zu Fleischwaren oder Handwerksutensilien.

Ostern feierte man katholisch in der Franziskanerkirche in der Altstadt Damaskus - mit Evangeliumslesung in Latein und dem Rest in Arabisch - die Rede war von "Allah" und dem "Masih", dem Messias. Man erfuhr, wie der syrische Präsident die Minderheiten fördert, und erlebte nachher den Osterlärm in den Gassen: Umzüge der christlichen Pfadfinder mit Pauken und Trompeten. Die Orthodoxen feierten nach dem julianischen Kalender, eine Woche später, vor allem in der Osternacht mit Fackeln und wild herumgeworfenen Feuerwerkskörpern. (spf)

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