Rebberg - Verein
Generalversammlung des Rebberg-Vereins Döttingen

Der Verein feiert sein 10-Jahr-Jubiläum.

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Am vergangenen Dienstag hat der Rebberg-Verein zur Generalversammlung ins Restaurant Gambrinus eingeladen. Präsident Felix Knecht durfte zur zehnten Generalversammlung 32 Mitglieder begrüssen. Die entschuldigten Abwesenden wurden namentlich genannt. Nachdem sich alle mit der vorgeschlagenen Traktandenliste einverstanden erklärten und fristgerecht keine Anträge eingegangen waren, wurde Ruedi Nyffenegger als Stimmenzähler vorgeschlagen und gewählt. Das Protokoll, welches unter der Vereinswebseite www.weinwanderweg.ch eingesehen werden kann, wurde genehmigt und mit Applaus verdankt. Im Anschluss daran wurden die Anwesenden mit einem feinen Thai-Buffet verwöhnt.

2008 - Ein sehr abwechslungsreiches Jahr mit spektakulärer Begebenheit
In seinem Jahresbericht hielt der Präsident Rückschau auf das vergangene Rebjahr und die damit verbundenen Vorkomnissen. Einmal mehr war das Jahr 2008 wettermässig gesehen ein Jahr der klimatischen Gegensätze, wechselten sich doch Trockenheit mit kräftigen Regenperioden, sommerliche Hitze mit Kälteeinbrüchen und Vegetationsvor-sprünge mit -rückständen eifrig ab. Das Rebjahr begann mit einem sehr milden Vorfrühling, welcher bis zum Kälte-einbruch Ende März einen Vegetationsvorsprung von 10 Tagen ermöglichte. Erinnerungen an das Vorjahr - als die Reben anfangs April austrieben - wurden wach, doch das garstige, nass-kalte Aprilwetter bremste die Reben in ihrer Entwicklung massiv ab. Aus dem Vorsprung resultierte alsbald ein Rückstand von zwei bis drei Wochen. Erst am 25. April begannen die Reben auszutreiben. Dass ein später Austrieb nie ein Problem darstellt, sollte sich im Mai bewahrheiten. Dank genügend vorhandener Bodenfeuchtigkeit war das Triebwachstum kaum zu bremsen. Trockenheitssymptome zeigten nur vereinzelte Jungreben und Reben im Querterrassenbau. Am 10. Juni setzte bei frühen Sorten und in frühen Reblagen der Blühet ein. Leider führte eine Schlechtwetterperiode bei bereits blühenden Reben zu Verrieselungsschäden, da nicht alle Beeren optimal befruchtet werden konnten.

Die Hauptblüte nahm am 20. Juni ihren Anfang. Herrliches Sommerwetter während dieser wichtigen Phase führte zu grossen, voll befrachteten Gescheinen. Im Juli und August wuchsen die Reben extrem. Genügend Sonne und Niederschläge stellten optimale Bedingungen für schöne Laubwände und einen guten Behang dar. Der Farbumschlag Mitte August liess ein relativ früher Beginn der Leset vermuten, doch das schlechte Wetter in der zweiten Septemberwoche dämpfte diese Erwartung. Auch die massiven Niederschläge wären nicht wirklich nötig gewesen, da damit die Gefahr von Fäulnis bei Trauben ansteigt. Glücklicherweise war es während der besagten Woche recht kühl und bekanntlich ist ja nass und kalt weniger schlimm als nass und warm. Einmal mehr hat sich aber deutlich gezeigt, dass bei uns Rebbau ohne ausreichenden Pflanzenschutz nicht möglich ist. In der Folge kam dann der Altweibersommer doch noch: Kühle Nächte, sonnige Tage und praktisch kein Morgennebel bescherten traumhafte Oktobertage.

Spektakuläres zeigte sich in den „Spätlese-Parzellen" indes am Morgen des 30. Oktobers: 10 Zentimeter Neuschnee hatte die Netze zerrissen und teilweise auch die Anlagen beschädigt, doch der Traubenqualität konnte dies nichts anhaben. Zur effektiv letzten Ernte im Rebjahr 2008 kam es am 7. Januar 2009, als in den frühen Morgenstunden der Eiswein gelesen werden konnte.

Rückblick und Ausblick
Während im Mai eine kleine Vereinsdelegation aktiv am Event „Schweiz bewegt" mitwirkte, durften die Mitglieder des Rebbergvereins Döttingen anlässlich des vom Weinbauverein Tegerfelden und Umgebung organisierten IP-Kurses im vergangenen Jahr einiges über den Bioweinbau kennen lernen. Unseren Nachbarn sei an dieser Stelle nochmals herzlich für die Lancierung sowie das Gastrecht gedankt. In guter Erinnerung bleiben wird sicherlich die mit der Weinbaugenossenschaft Ende August durchgeführte Vereinsreise in die Schweizer Sonnenstube. Manch einer wird wohl noch ein „flüssiges" Souvenir im Keller haben, welches das an den etwas heissen, aber erlebnisreichen Tagen Erlebte aufflammen lassen dürfte.

Franz Suter erläuterte im Anschluss den Kassabericht, welcher anstandslos und per Akklamation gut geheissen und verdankt wurde. Danach richtete sich die Aufmerksamkeit auf den Kreditantrag von 2000 Franken für eine Neuauflage der Weinwanderwegkarte. Diese erfreut sich einer grossen Beliebtheit, sind doch die vor knapp fünf Jahren gedruckten Exemplare einerseits bald vergriffen und benötigen andererseits ein „update". Dem Kredit wurde einstimmig zugestimmt. Der diesjährige IP-Kurs vom Samstag, 9. Mai 2009 wird bereits zum dritten Mal mit dem Weinbauverein Tegerfelden und Umgebung zusammen organisiert und steht unter dem Motto „Neuanlagen". Er wird in der Eichhalde in Döttingen stattfinden.

Der Rebbergverein Döttingen hat Grund zum Feiern! Da dieser bereits auf sein 10jähriges Bestehen zurückblicken darf, hat sich der Vorstand bereit erklärt, die Organisation der diesjährigen 1. August-Feier zu übernehmen. Diese soll - bei hoffentlich schönem Wetter - im Rebberg stattfinden. Es wäre toll, wenn auf eine rege Mithilfe von Seiten der Mitglieder gezählt werden dürfte. Unter Verschiedenem wurde ein weiteres Mal auf die von Hans und Felix Zimmermann mit viel Engagement kreierte Webseite aufmerksam gemacht. Es lohnt sich wirklich, der Seite www.weinwanderweg.ch einen Besuch abzustatten! Erfreulicherweise durften auch vor kurzem an den fünf Ortseingängen Ortstafeln, die auf unser Rebbau betreibendes Dorf hinweisen, angebracht werden. Für die Finanzierung sowie für die Montage wird der Gemeinde und dem Bauamt Döttingen herzlich gedankt. Bleibt zu hoffen, dass nach dieser wohlwollenden Unterstützung das Dauerthema „Schwemmtreppen" auch bald einmal angegangen wird.
Susanne Widmer

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