Samariterverein
Alarmübung des Samaritervereins Mellingen

Gastrecht in den Werkräumen der Elektro Imboden AG

Marcel Siegrist
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Für die diesjährige Alarmübung durfte der Samariterverein Mellingen Gastrecht in den Werkräumen der Elektro Imboden AG geniessen. Das Gebäude mit verschiedenen Räumlichkeiten in Werkstatt und Büros ergab ein ideales Übungsfeld. Angestellte und Lehrlinge der Firma stellten sich auch gleich als Figuranten zur Verfügung. Die Technischen Leiterinnen konnten die Übung vollkommen im Geheimen vorbereiten und den Alarm um 19.15 Uhr bei den auswärtigen und um 19.30 Uhr bei den einheimischen Samaritern auslösen. Von den 38 aufgebotenen Samaritern sind deren 28 zur Alarmübung erschienen, die erste Samariterin war um 19.35 auf dem Platz.
Der Postenlauf mit 8 einzelnen Posten wurde von der Übungsleiterin Brigitte Hunn um 19.50 Uhr gestartet. Die Samariter hatten im Büro Roger, der einen Herzinfarkt erlitten hat, zu betreuen. Auf der Treppe ins Lager ist Jana gestürzt und hat sich eine Rückenverletzung zugezogen. Die rollenden Schieberegale haben auch ihre Tücken, hatte sich doch Vanessa ganz gewaltig die Hand darin eingeklemmt. Es war daran zu denken, dass sofort jeglicher Schmuck entfernt werden soll, bevor die Hand zu stark aufschwillt, und sie dann zum Arzt bringen. Der Elektrounfall in der Werkstatt wurde von Adrian ausgezeichnet gespielt und manch einer der Samariter ist erschrocken, als der Figurant Adrian anscheinend unkontrolliert auf den Boden stürzt, nachdem sie richtigerweise zuerst den Strom unterbrochen haben. Die anschliessende Herz-Lungenreanimation wurde dann am Phantom gemacht. Michael G. hat an der Kreissäge nicht nach Vorschrift gearbeitet und sich dabei einige Fingerkuppen abgeschnitten. Das war natürlich eine blutige Sache und die Helfer mussten sich dabei auch auf den Eigenschutz konzentrieren. Starke Nerven brauchten die Helfer bei Michael Sch. der unsachgemäss einen Gegenstand von einem Gestell herunter holen wollte, und dabei unglücklich in einen Haufen von riesiggrossen Kabelrollen gestürzt ist. Da er sich dabei den Fussknöchel gebrochen hat war die Bergung für ihn sehr schmerzhaft und dementsprechend mit Schmerzgestöhn verbunden. Bei Christoph, der im unteren Lager einen Epileptischen Anfall erlitten hat war geduldiges Warten, bis der Anfall vorbei war, gefragt. Natürlich mussten sie sofort alle Gegenstände wegräumen, damit er sich nicht zusätzlich verletzen konnte. Beim letzten Posten ist der zwölfjährige Lars mit dem Velo in einen, vor dem Lager abgestellten Anhänger, vollgeladen mit überstehenden Rohren, gefahren. Nach einem stumpfen Bauchtrauma hat er über sehr starke Bauchschmerzen geklagt und die Samariter mussten den Schock erkennen und ihn schonend lagern und betreuen bis die Ambulanz eintraf.
Bei der abschliessenden Besprechung musste die Übungsleiterin nur auf sehr wenige Fehler hinweisen und einige Unklarheiten besprechen. Die 4 Technischen Leiterinnen des Samaritervereins Mellingen konnten den Mitgliedern eine sehr gute Leistung attestieren. Im Namen aller bedankte sich Brigitte Hunn herzlich bei den Figuranten und konnte sie mit einem Gutschein belohnen. Ein grosses Dankeschön durfte sie an die Elektro Imboden richten, für die grosszügige Hilfe und Bereitstellung jeglichen Maschinen und Materials, ohne die diese Alarmübung nicht so grossartig über die Bühne gegangen wäre.
Eine grosse Überraschung hatte der Firmeninhaber Edi Imboden zum Abschluss der Alarmübung vorbereitet. Alle Anwesenden wurden von Edi, einem „alten Samariter-Ehrenmitglied" und seiner Frau mit Wurst und Brot und einer riesengrossen Auswahl an Getränken und anschliessenden noch mit Kaffee und Kuchen verwöhnt. So konnten sich alle aufs Beste vom Stress erholen und sich einem gemütlichen Schwatz mit den Samariterkollegen/innen widmen.(bma)