Zürich

Lärmempfindlicher Nachbar verlangt vergeblich, dass Ziegel Oh Lac um 22 Uhr schliesst

Ein lärmempfindlicher Nachbar verlangt eine frühere Schliessung vom «Ziegel oh Lac»

Ein lärmempfindlicher Nachbar verlangt eine frühere Schliessung vom «Ziegel oh Lac»

Ein Nachbar der Roten Fabrik in Zürich Wollishofen befindet sich seit Jahren im Clinch mit dem Restaurant Ziegel oh Lac. Er fühlt sich durch den Lärm, den die Aussenwirtschaft verursacht, gestört und verlangt, dass diese nach 22 Uhr geschlossen werden muss. Das Zürcher Verwaltungsgericht hatte dem Lärmgeplagten die Legitimation für eine Beschwerde abgesprochen, weil er 230 Meter von den Aussenplätzen der Beiz entfernt wohnt. Nach gängiger Rechtssprechung ist das zu weit weg.

Das Bundesgericht hat in einem Entscheid, der am Freitag publiziert wurde, die Beschwerde des Anwohners nun ebenfalls abgewiesen. Die Vorinstanz habe dem Beschwerdeführer weder das Recht noch das Gehör verweigert. In seiner ursprünglichen Beschwerde hatte sich der Nachbar einzig gegen den Lärm der Gartenbeiz gewehrt. Später beklagte er sich plötzlich auch über den Lärm von Veranstaltungen der Roten Fabrik und aus deren Umfeld. Eine solche Erweiterung des Streitgegenstandes – wie es auf Juristendeutsch heisst – ist nicht zulässig. Nach dem Verwaltungsgericht galt es auch für das Bundesgericht nur den Lärm der Gartenwirtschaft zu beurteilen.

Besondere Betroffenheit ist nicht gegeben

Wer mehr als 100 Meter entfernt wohnt, muss eine besondere Betroffenheit glaubhaft machen, damit er zu einer Beschwerde legitimiert ist. Das Verwaltungsgericht sah diese Bedingung nicht erfüllt. Das Bundesgericht folgt dieser Einschätzung in seinem Entscheid. Der Anwohner muss 3000 Franken Gerichtskosten tragen.

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