Gestartet ist das Pionierprojekt schon im Januar, allerdings nur mit der Hälfte der Milch, die der Hof abwirft, und 90 Milchabos. Diese funktioniert so: Die Genossenschafter holen in den acht Depots in Dietikon, Urdorf und Zürich jede Woche einen Korb mit Milchprodukten ab, im Gegenzug leisten sie regelmässige Mitarbeit, zahlen einen Abopreis von 1200 Franken und kaufen zwei Anteilsscheine à je 300 Franken.


Damit das Konzept auch mit der doppelten Milchmenge funktioniert, braucht es 180 Abos. Um an potenzielle Abonnentinnen und Abonnenten zu gelangen und eine kleine finanzielle Reserve zu gewinnen, hat Basimilch kürzlich eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform «100 Days» gestartet, die bis Ende Jahr dauert.

Um 20 000 Franken buhlt die Genossenschaft darauf, mehr als die Hälfte ist bereits zusammen. «Das Geld soll uns etwas Luft geben für den Fall, dass wir bis Januar nicht 180 Abos verkaufen können», sagt Milchlieferant und Genossenschafter Brandenberger. Denn für den Vollbetrieb müssen in der Käserei ab Januar zwei Personen zu je 60 Prozent angestellt werden.


Das Crowdfunding, das unter dem Titel «Käse für eine schöne Welt» läuft, soll aber vor allem auch als weiterer Werbekanal dienen. Das zeigt bereits Wirkung: Nicht nur das Spendenbarometer steigt, auch dem Aboverkauf hat die Kampagne etwas neuen Schub verliehen. Rund 130 Abonnenten sind zurzeit für 2017 angemeldet, zur Not könnte man auch mit 140 in den Vollbetrieb starten. «Doch wenn jetzt fleissig angemeldet wird, können wir hoffentlich mit knapp 180 Abos ins neue Jahr starten», so Brandenberger.


Basimilch ist schweizweit einzigartig. Die Initianten wollen damit Produzenten und Konsumenten näher zusammenbringen und eine faire und nachhaltige Landwirtschaft betreiben.