Swiss Open

Der Showdown der Supernasen

Das Swiss Open in Wangen.

16 Länder sind dabei

Das Swiss Open in Wangen.

Hundeführer von öffentlichen Sicherheitsorganisationen aus ganz Europa messen sich in Wangen mit ihren Diensthunden.

Sieg für Österreich gegen die Schweiz. Im internationalen Bell-Duell am Mittwochnachmittag gingen die Hunde des Katastrophenhilfsdiensts des Landesfeuerwehrverbands Wien klar als Gewinner hervor. Sie waren ja auch mehrere, eingesperrt in einem Zwinger im Auto auf einem Parkplatz des Waffenplatzes Wangen a/A. Sonst wären die Austria-Supernasen kaum zu halten gewesen. So aber konnten sie nur bellen. Und der Hund, der an der Leine eines Soldaten der Schweizer Armee des Wegs ging, unterlag stimmlich natürlich deutlich.

Doch mehr als eine Einstimmung war es ja nicht, so richtig zählt es erst am Wochenende. Dann treffen sich gegen 400 Tiere mit ihren Führern zum internationalen Diensthundewettkampf, dem Swiss Open. Und sie werden das tun, was sie am besten könne: Sich als Schutzhunde bewähren oder im Diensthunde-Biathlon messen, nach Betäubungsmitteln und Sprengstoff suchen.

Viel Platz für die Wettkämpfe

Zum neunten Mal treffen sich Angehörige von öffentlichen Sicherheitsorganisationen wie Armee, Polizei oder Grenzwache aus ganz Europa zum Swiss Open, das besonders am Samstag und Sonntag für das Publikum interessant ist. Nach einer ersten Durchführung 1995 in Chur hat sich Wangen a/A als idealer Schauplatz etabliert.

«Hier haben wir, was wir brauchen», sagt Kommunikationschef Daniel Aeschbach vom Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere, das den Wettkampf organisiert: grosse Anlagen innerhalb des Wettkampfzentrums – und ausserhalb etwa für Biathlon, Trümmersuche und Patrouillendienst. Dazu die Kaserne, in der die weit gereisten Gäste untergebracht werden können.

Das gebe es sonst nirgends, sagt Aeschbach, und darum sind die Hundeführer und ihre Tiere bereits zum achten Mal auf dem Waffenplatz am Jurasüdfuss anzutreffen. Auch der eigene Standort des Kompetenzzentrums, der Waffenplatz Sand in Schönbühl, ist zu klein.

Teilnehmer aus sechzehn Ländern

«Das ist der weltweit wohl grösste Anlass dieser Art», sagt Aeschbach, Major im Generalstab. Und überhaupt wohl einzigartig. Aus fünfzehn Nationen reisen die Teilnehmer an: Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Belgien, Holland, Dänemark, Schweden, Polen, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Lettland und Litauen. Sie sind gegenüber den Schweizern in der Überzahl.

Bevor die Wettkämpfe losgehen, werden die Anlagen geprüft. Getestet wird etwa, ob es für die Hunde überhaupt möglich ist, eine Spur aufzunehmen. Die Anlagen sollen aber auch selektiv sein, sagt Aeschbach, der ausserhalb der Armee auch noch Präsident des Vereins Schweizerischer Militärhundeführer ist. «Sie müssen für alle fair sein.»

Ein Heer von Helfern

Dafür sorgen an diesem Wochenende auch über hundert Helfer, die zu einem reibungslosen Ablauf beitragen sollen. Neben dem Organisationskomitee stehen zudem 14 Richter, 13 Schutzdiensthelfer im Einsatz. Schliesslich kommt vier Personen einen besonders Aufgabe zu. Es sind die «Verschütteten».

Samstag von 7 bis 19 Uhr, Sonntag von
7 bis 15 Uhr, Waffenplatz Wangen a/A.

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