WM-Qualifikation
Petkovics Ratschlag an Shaqiri: «Dann müsst ihr eben von Zimmer zu Zimmer Playstation spielen»

Wie verbringen die Schweizer Nationalspieler die Freizeit zwischen zwei WM-Qualifikationsspielen? Und was ist in der Partie gegen Litauen (ab 20:00 Uhr hier im Stream und Ticker) zu erwarten? Vladimir Petkovic und Xherdan Shaqiri geben Antworten.

Etienne Wuillemin
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«Schade, können wir unsere Familien nicht sehen - aber wir sind ja da, um Fussball zu spielen», sagt Xherdan Shaqiri.

«Schade, können wir unsere Familien nicht sehen - aber wir sind ja da, um Fussball zu spielen», sagt Xherdan Shaqiri.

Ennio Leanza / KEYSTONE

Drei Punkte aus Bulgarien im Gepäck, eine problemlose Reise, keine verletzten Spieler, keine Coronafälle – die gute Laune der Schweizer Nationalmannschaft ist eine logische Folge dieser vergangenen Woche. Nur etwas fehlt: Normalerweise wären die Tage zwischen zwei Partien der Moment, in dem die Spieler Familie oder Freunde sehen könnten.

Wegen Corona ist das nun nicht möglich. «Ich reise von Bubble zu Bubble, bin mir das also schon etwas gewohnt», sagt Xherdan Shaqiri. «Natürlich ist es schade, dass wir unsere Familien nicht sehen können. Aber so ist das nun einmal. Wir sind hier zum Spielen.» Als Shaqiri erzählt, schaut Vladimir Petkovic zu ihm rüber und sagt lächelnd: «Dann müsst ihr eben von Zimmer zu Zimmer miteinander Playstation spielen.»

Eine Runde Playstation? Warum nicht, Herr Nationaltrainer!

Eine Runde Playstation? Warum nicht, Herr Nationaltrainer!

Ennio Leanza / KEYSTONE

Der Nationaltrainer wirkt ziemlich entspannt am Tag vor dem zweiten Schweizer WM-Quali-Spiel gegen Litauen. Das ist durchaus logisch. Schliesslich läuft auch für ihn alles nach Wunsch. Es ist ein Gemütszustand, den er vor und zwischen den Länderspielen gewiss nicht allzu häufig erleben durfte in den letzten Monaten oder Jahren.

Petkovic ist die Erleichterung über den geglückten Auftakt anzusehen. Dass die Schweiz in Bulgarien nach der Pause etwas nachgelassen hat, ist auch ihm nicht entgangen. Aber allzu sehr will er das seinem Team nicht ankreiden. «Es gibt einige grosse Mannschaften, die ziemlich grosse Probleme hatten zum Auftakt. Auch die Italiener waren mit der zweiten Hälfte beim 2:0 gegen Nordirland gar nicht zufrieden.» Frankreich (gegen die Ukraine), Spanien (gegen Griechenland) und Holland (gegen die Türkei) haben gar Punkte verloren.

Es sind solche Spiele, die Petkovic als Warnung dienen, nun auf keinen Fall nachzulassen. Dass Partien wie jene gegen Litauen zuerst gespielt werden müssen, der Sieg nie eine Selbstverständlichkeit ist. «Wir sind gut damit gefahren, Kapitel um Kapitel zu nehmen», sagt auch Shaqiri. «Wir wissen, dass es unangenehm sein kann gegen kleine Gegner. Sie sind aggressiv, machen manchmal viele Fouls. Darum gilt es, von Anfang an zu zeigen, dass wir selbstbewusst sind.»

Gibt es Wechsel in der Schweizer Aufstellung?

Die Frage ist nun, ob Petkovic für das Litauen-Spiel Wechsel plant. «Ich habe mir schon einige Gedanken gemacht. Medizinisch gesehen ist alles ok. Und die Spieler sind es sich ja gewohnt aus ihren Vereinen, alle drei Tage zu spielen», sagt Petkovic. Das ist für seine Verhältnisse eine ziemlich klar Ansage, dass er wohl auf Wechsel verzichtet.

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Die nächsten Spiele

Schweiz-Litauen, Sonntag 20:45 Uhr, live SRF2
Bulgarien-Italien, Sonntag 20:45 Uhr, live DAZN/Rai1