Weltklasse Zürich

Weshalb die «Weltklasse» das beste Meeting der Welt ist

Christoph Joho (links) und Andreas Hediger teilen sich das Direktorium bei «Weltklasse Zürich».

Christoph Joho (links) und Andreas Hediger teilen sich das Direktorium bei «Weltklasse Zürich».

Die beiden Meeting-Direktoren Andreas Hediger und Christoph Joho erklären das Prinzip «Weltklasse Zürich».

«Ich komme sehr gerne nach Zürich», sagen die meisten Athleten unisono. Die gute Stimmung (Kariem Hussein), die schnelle Bahn (Veronica Campbell-Brown), die gute Organisation (Allyson Felix) oder das feine Essen (Dafne Schippers): Die genannten Gründe sind vielfältig. Seit 2015 steht mit Andreas Hediger und Christoph Joho ein Duo an der Spitze des besten Meetings der Welt, das seine Auszeichnung bereits im Namen trägt: Weltklasse Zürich.

Warum ist Weltklasse Zürich das beste Leichtathletik-Meeting der Welt?
Andreas Hediger: Wir tragen seit sieben Jahren den Diamond-League-Final aus. Das garantiert uns ein illustres Starterfeld. Im Letzigrund herrscht ausserdem eine unvergleichbare Stimmung, die man einfach nicht verpassen darf.
Christoph Joho: Hier sind schon 25 Weltrekorde gefallen. Damit wir auch in Zukunft die Nummer 1 bleiben, müssen wir aus dem Stadion hinaus. Deswegen sind wir auch bereits mit dem Kugelstossen und jetzt auch mit dem Stabhochsprung in den Zürcher Hauptbahnhof gegangen.

Wie entstand die Idee?
Joho: Die Idee kam uns nach der Autogramm-Stunde von Usain Bolt im HB 2009. Die Menschen kamen in Scharen. Die Bahnhofshalle ist der meist frequentierte Ort der Schweiz und deshalb ideal, um die Leichtathletik der Bevölkerung näher zu bringen. Wir können uns vorstellen auch andere Disziplinen im HB auszutragen. Nur beim Hammerwerfen wird es dann schwierig. (lacht)

Auch 2016 ist das Meeting wieder vorzeitig restlos ausverkauft. Warum ist der Run auf die Tickets so gross?
Hediger: Der Erfolgsfaktor ist die gute Stimmung im Stadion. Die Leute wollen die Atmosphäre selber miterleben, ihren Teil dazu beitragen und etwas sehen, was man sonst nicht so sieht. Dazu sind Spitzenleistungen im Springen, Laufen und Werfen etwas, wo wir uns alle vergleichen können. Wenn da dann eine Frau über zwei Meter hoch springt oder ein Sprinter die 100 m unter zehn Sekunden absolviert, ist das sehr beeindruckend. 14 Olympiasieger aus Rio starten heute im Letzigrund.
Hediger: In Zürich erleben wir morgen quasi die Olympischen Spiele an nur einem Abend. Neben den 14 Olympiasiegern sind 26 weitere Medaillengewinner mit dabei.

Wie schwer ist es, so viele Stars nach Zürich zu locken?
Hediger: In einem Olympischen Jahr verzögert sich der ganze Ablauf. Weil wir den Final der Diamond League austragen, kontaktieren wir zu Beginn nur die Manager der Top-Athleten. Das Feld stand schon vor Rio zu etwa 80 Prozent fest.

Also hatten Sie nach Rio genügend Schlaf?
Hediger: Direkt nach den Entscheidungen nicht. Da habe ich wegen der Zeitverschiebung die Nacht zum Tag gemacht. Auch wenn wir gut vorbereitet waren, ging es in dieser Phase vor allem darum, möglichst schnell die Neuentdeckungen der Olympischen Spiele zu verpflichten. Dazu kamen etwa 40 kurzfristige Absagen.

Wie bereitet man sich auf die Absagen vor?
Hediger: In dem man flexibel ist und weiss, wer gerne auch noch kurzfristig in Zürich starten will. Wir laden ausserdem Athleten ein, die nur im Fall einer LastMinute-Absage zum Einsatz kommen. Leere Bahnen wird es in Zürich nicht geben.

Wie wichtig sind die Schweizer Zugpferde?
Hediger: Mit den Schweizern kann man sich sehr viel besser identifizieren, als mit den internationalen Top-Athleten. Dann ist die Stimmung noch überkochender als sonst schon. Wir sind stolz, dass wir heute auch Schweizer Athleten dabei haben, die in diesem Feld mithalten können.

Das Ziel von Weltklasse Zürich lautet, die Leichtathletik in der Schweiz zu fördern.
Joho: Alles was wir einnehmen, reinvestieren wir in die Schweizer Leichtathletik. Auch Projekte wie Besuche von Spitzenathleten in der Kinderklinik oder der UBS-Kids-Cup, dessen Finals im Letzigrund stattfinden, tragen ihren Teil dazu bei, dass sich nun wieder deutlich mehr Kinder in der Schweiz für die Leichtathletik interessieren.

2015 heizte Bastian Baker dem Publikum nach dem Meeting musikalisch ein. Welche Überraschung präsentieren Sie dieses Jahr?
Hediger: Das soll eine Überraschung bleiben. So viel sei verraten: Musik, Feuerwerk und die schönen Lichter werden auch in diesem Jahr für einen emotionalen Abschluss sorgen.

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