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Tränen zum Abschied

Den emotionalen Höhepunkt des CHI Genf in der Palexpo-Halle bildet die Verabschiedung von Nino aus dem Turniersport.

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Steve Guerdat winkt ein letztes Mal im Sattel von Nino ins Publikum

Steve Guerdat winkt ein letztes Mal im Sattel von Nino ins Publikum

KEYSTONE/EPA KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

6000 Zuschauer applaudierten dem Wallach auf seiner Ehrenrunde, Tränen kullerten über die Wangen, auch bei Guerdat. Er verdankt dem Pferd die grössten Erfolge seiner Karriere. 2012 wurde der Jurassier in London Olympiasieger und auch in Rio hätte ihn Nino beinahe wieder zu einer Medaille getragen. Das Duo verhalf der Schweiz als Teamstütze zu zahlreichen Nationenpreis-Erfolgen. Nino gewann etliche Grand Prix - so auch in Genf 2013 und 2015 - und wurde mit Guerdat zweimal Zweiter beim Weltcup-Final.

"Nino ist ein Champion, der den Sport über Jahre geprägt hat", sagte Guerdat und fügte an: "Er hat mich oft zum glücklichsten Menschen gemacht."

Guerdat wählte Genf bewusst als Ort, um Nino mit 16 Jahren in den Ruhestand zu entlassen. Die Schweizer Nummer 1 wollte nicht warten, bis er den Wallach verabschieden muss, sondern wählte einen Zeitpunkt, an dem er ihn verabschieden darf. Vor der Ehrenrunde nahm er ihm den Sattel ab und schritt mit seinem Braunen zu Fuss durch die Arena.