Tanzsportclub Hausen
Tanz-Europameisterschaft «Latein» mit Hausemer Beteiligung

Am kommenden Wochenende starten zwei Mitglieder des Tanzsport Club Hausen im tschechischen Ostrava zur EM im Stil «Latein». Am 26. Juni wird das Paar zudem im Hausemer Gemeindesaal anlässlich eines internationalen Turniers zu sehen sein. Ein Interview.

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Tanz-Europameisterschaft «Latein» mit Hausemer Beteiligung

Tanz-Europameisterschaft «Latein» mit Hausemer Beteiligung

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Das Engagement von Jasmin Corrodi vom Tanzsport Club Hausen am Albis (TSCZ) trägt Früchte. Zwölf Jahre ist es her, seit Mitja Huter als Zweitklässler die erste Tanzstunde im Hausemer Mehrzweckgebäude bei ihr besucht hat. Ein Angebot, dass übrigens bis heute besteht. Während der Schulzeit bietet der TSCZ jeden Dienstag und Freitag, von 17.20 bis 18.15 Uhr, im Saal des Hausemer Feuerwehrgebäudes (eingangs der Quartiers «Bifang») für kleines Geld (Fr. 5.-/Stunde) Tanzstunden für Kinder, Jugendliche und Interessierte an, die Corrodi leitet. Jeweils freitags, ab 18 Uhr, assistiert ihr Huter bei zwei HipHop/Latino-Jugendkursen, um später den zertifizierten Junged&Sport-Leiter «Tanz» zu erwerben. Huter ermuntert vor allem die Buben, unverbindlich vorbeizuschauen und sich von der Faszination des Tanzes bannen zu lassen. Im Interview mit dem «Anzeiger» erklären der 20-jährige Hausemer und seine Tanzpartnerin, wieviel sie in ihre Passion investieren.
«Für jeden Sportler ist es eine Ehre, sein Land an einer Meisterschaft vertreten zu dürfen.» (Nicole Dürler)
«Anzeiger»: Wie lange tanzen Sie beide schon?
Mitja Huter: Mit dem Tanzen begann ich vor zwölf Jahren als Achtjähriger. Ich nahm an einer Tanzstunde von Jasmin Corrodi teil, die sich als Trainerin und Präsidentin des Hau-
semer Tanzsport-Clubs bis heute stark für den Jugend-Tanz einsetzt. Sie hat mich übrigens ermuntert, es ihr gleichzutun und neben dem eigenen Training sie an zwei HipHop/Latino-Jugendkursen als Assistent zu unterstützen.
Nicole Dürler: Mit drei Jahren besuchte ich den Ballettunterricht. Nach zwölf Jahren klassischen Tanzes wechselte ich zum Lateinamerikanischen Turniertanz, wo ich nun seit acht Jahren an Turnieren teilnehme.

Wie oft trainieren Sie?
Huter: Wir trainieren viermal in der Woche, je etwa zwei Stunden, so dass wir noch genügend Zeit für unser Studium an der Universität Zürich haben. Ich Jus, Nicole Psychologie.

Was bedeutet für Sie diese EM-Teilnahme?
Dürler: Es hat uns sehr gefreut, als wir von unserer Nomination erfahren haben. Für jeden Sportler ist es eine Ehre, sein Land an einer Meisterschaft vertreten zu dürfen. Wir werden an dem Ereignis mit Freude, Power und all unseren Fähigkeiten antreten und unser Bestes geben.
Huter: Viele Jahre fleissigen Trainierens zahlen sich aus. Mit meiner damaligen Hausemer Partnerin Catja Bachmann wurde ich - wie übrigens Davide Corrodi dieses Jahr - einmal Schweizermeister in der Kategorie Schüler und zwei Jahre später gewann ich die Jugend-SM. Dies ist nun der nächste Schritt. Wie Nicole schon gesagt hat, macht es uns stolz, an der EM teilnehmen zu dürfen. Besonders, nachdem der tschechische Verband ausdrücklich geschrieben hat, das sie die Landesbesten «Latin»-Paare zur EM einladen. Das gibt uns ein gutes Gefühl und ist Ansporn, um erst recht Gas zu geben in den Vorbereitungstrainings und am Turnier.

Mit welchen Ambitionen tanztn Sie am Hausemer Tanzturnier?
Huter: Mit grossen, denn das ist unser Jahresturnier, das unser Tanzclub organisiert. Da der Anlass öffentlich und frei zugänglich ist, bietet sich die Gelegenheit, uns vor eigenem Publikum von der besten Seite zu zeigen. Ab 19 Uhr werden wir unseren ersten Auftritt haben, kurz vor Mitternacht findet das Finale statt. Wir hoffen auf eine tolle Stimmung wie in den vergangenen Jahren.
Interview: cor./map.