Basketball

Spanien nach Overtime-Sieg im WM-Final gegen Argentinien

Am Ende jubelten im WM-Halbfinal nicht die Australier, sondern die Spanier (hier Sergio Llull)

Am Ende jubelten im WM-Halbfinal nicht die Australier, sondern die Spanier (hier Sergio Llull)

Spanien darf weiter auf den zweiten WM-Titel nach 2006 hoffen. Die Iberer bezwingen an der Basketball-WM in China Australien 95:88 nach zweiter Verlängerung. Zweiter Finalist ist Argentinien.

Im dritten Viertel der intensiven und sehr physischen Partie in Peking lagen die Spanier mit bis zu elf Punkten in Rückstand. Es schien, als gelänge Australien die Revanche für die knappe Niederlage vor drei Jahren bei Olympia, als sich Spanien mit ein 89:88-Erfolg Bronze gesichert hatte.

Entscheidend für den Triumph der Europäer, die trotz des grossen Rückstands nie die Nerven verloren, war ein erfahrenes Trio. Marc Gasol, der in der ersten Hälfte der regulären Spielzeit nur gerade mit vier Freiwürfen getroffen hatte, kam am Ende auf 33 Punkte. Der 34-jährige Center, dessen älterer Bruder Pau Gasol an der WM nicht dabei ist, spielt auf Klubebene für den NBA-Champion Toronto Raptors. Spielmacher Ricky Rubio (19 Punkte, 12 Assists), der in der NBA bei den Phoenix Suns unter Vertrag steht, verzeichnete ein Double-Double. Real Madrids Aufbauer Sergio Llull (17 Punkte) traf in der zweiten Verlängerung mit zwei entscheidenden Würfe von hinter der Dreipunktelinie.

Australien, das noch nie an Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen eine Top-3-Platzierung erreicht hatte, verlor an diesen Titelkämpfen nach zuvor sechs Siegen erstmals. Topskorer für das Team aus Down Under, welches in der Vorbereitung auch einmal die USA bezwungen hatte, war der in der NBA für San Antonio spielende Patty Mills mit 34 Punkten.

Scola mit 28 Punkten

Im Final vom Sonntag, der ebenfalls in Peking stattfindet, trifft Spanien auf Argentinien, den Weltmeister von 1950 und Olympiasieger von 2004. Die Südamerikaner, angeführt vom 39-jährigen Altmeister Luis Scola (28 Punkte, 13 Rebounds), setzten sich gegen Frankreich deutlich mit 80:66 (39:32) durch. Der für die Shanghai Sharks spielende Scola war schon 2004 beim Triumph in Athen dabei war.

Die Franzosen, zwei Tagen zuvor in den Viertelfinals noch souveräner Bezwinger von Titelverteidiger USA, fanden nie richtig ins Spiel. Rudy Gobert, gegen seine amerikanischen NBA-Kollegen noch überragend, war gegen Argentinien ein Ausfall und kam nur gerade auf drei Punkte. Auch seine Teamkollegen verzeichneten teilweise eine katastrophale Wurfquote.

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