Swiss Olympic

Jürg Stahl über die Herausforderungen für den Sport

Immer für den Sport im Einsatz: Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl beim Fackellauf vor den Olympischen Jugendspielen im Januar in Lausanne

Immer für den Sport im Einsatz: Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl beim Fackellauf vor den Olympischen Jugendspielen im Januar in Lausanne

Der Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl weiss, dass enorme Herausforderungen auf den Sport zukommen. Entscheidend ist für den ehemaligen SVP-Nationalrat, dass man für allen Szenarien gewappnet ist.

Am 11. Mai dürfen viele Sportstätten mit gewissen Einschränkungen den Betrieb wieder aufnehmen. Dass es am Ende relativ schnell ging, ist für den ehemaligen Nationalratspräsidenten Jürg Stahl auch ein Zeichen für den hohen Stellenwert des Sports. "Der Sport ist bereits bei der zweiten Lockerungswelle dabei, das zeigt, wie wichtig dem Bundesrat der Sport ist", betont der Zürcher im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Für ihn ist diese Öffnung ein wichtiges Signal. "Der Sport ist mehr als Bewegung und Wettkampf", sagt er. "Es geht wie im Beruf auch ganz stark um die Interaktion unter Menschen. Der Wert dieses Austausches ist unbestritten."

Bei aller Freude weiss Stahl aber auch, dass wegen des Coronavirus auf den Sport grosse Herausforderungen zukommen. "Es ist unbestritten die grösste Herausforderung für den Sport seit Jahrzehnten, aber wir sind nicht allein. Es ist eine Krise, die alle Gesellschaftskreise touchiert." Der Dachverband wird sich deshalb auch weiterhin für Unterstützung aus Bundesbern einsetzen. Wichtig sei es, auf alle möglichen Szenarien vorbereitet zu sein. "Meine Aufgabe ist es, Szenarien und Modellrechnungen als Grundlagen zu schaffen, so dass wir sagen können, wie es aussieht, wenn zum Beispiel eine ganze Ski-Weltcup-Saison wegfällt." Aus diesem Grund habe Swiss Olympic das "Projekt Sportwirtschaft" lanciert und sei mit Hochdruck daran, "Szenarien und einen Massnahmenkatalog auszuarbeiten, damit unsere Verbände für die Zukunft gerüstet sind."

Wichtig ist Stahl auch, dass Profi- und Breitensport nicht gegeneinander ausgespielt würden. Man müsse sich der Zusammenhänge bewusst sein. "Nehmen wir den ZSC als Beispiel: Wenn die erste Mannschaft verschwinden würde, hängen daran auch ganz viele Nachwuchs- und Frauenmannschaften und viele Jobs", erklärt er. "Der Erfolg der höchsten Ligen bezahlt bei vielen Verbänden den Betrieb der unteren Ligen. Diese Zusammenhänge müssen wir erklären."

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