Boxen

Hier macht sich Klitschko für den Fight gegen Thompson warm

Rund 5000 Zuschauer verfolgten auf dem Bundesplatz in Bern die öffentlichen Trainings von Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko (36/Ukr) und Herausforderer Tony Thompson (40/USA).

Wladimir Klitschko verteidigt am Samstag im Berner Stade de Suisse seine WM-Titel als WBA-Super-Champion sowie die Gürtel nach WBO- und IBF-Version.

Linkshänder Tony Thompson beschränkte sich am amerikanischen Nationalfeiertag bei seinem Training auf einen Kurzauftritt mit einigen Minuten Schlagschule. Der ehemalige Sparringspartner der Gebrüder Witali und Wladimir Klitschko versprach aber die Rückkehr des Schwergewichts-WM-Titels in die USA. 2006 hatte der New Yorker Shannon Briggs als WBO-Champion als letzter Amerikaner einen Schwergewichts-WM-Gürtel umschnallen können (2007 verlor er ihn bei der ersten Titelverteidigung wieder).

Herausforderer Thompson sagte: «Den einzigen Plan, den ich habe, ist, die Titel zu holen. Ich habe mich seit unserem letzten Kampf vor vier Jahren (TKO-Sieg 11. Runde von Wladimir Klitschko - Red.) auf Wladimir Klitschko vorbereitet. Wladimir ist zwar sehr gut. Doch ich bin besser geworden, habe mehr Wissen und Erfahrung als vor vier Jahren. Deshalb gewinne ich.»

Wladimir Klitschko trainierte länger und variantenreicher. Schattenboxen, Schlagschule und Pratzenarbeit mit Trainer Emanuel Steward sorgten für Applaus der Zuschauer. Der über die Stadtgrenzen von Bern bekannte Stadtpräsident Alexander Tschäppät stieg am Ende der knapp 30-minütigen Einheit in den Ring und sagte: «Sie leisten Grossartiges für diesen Sport.» Dann wechselte Tschäppät ins Du: «Wladimir, gewinne doch diesen Kampf, dann kannst du oder kann dein Bruder Witali ein drittes Mal hierher kommen.»

Wladimir Klitschko berichtete derweil davon, dass er am Vorabend ein Konzert von den Red Hot Chili Peppers im Stade de Suisse besucht habe. Einmal mehr sprach er respektvoll über seinen Rivalen vom Samstag: «Tony Thompson ist ein sehr besonnener Mann.» Gleichzeitig versprach Wladimir Klitschko aber: «Ich werde es nicht zulassen, dass er mir die Titel wegnimmt.»

Anschliessend hatte Wladimir Klitschko auch noch einen Auftritt als Laureus-Botschafter («Laureus Family und Kids Day»). «Boxen ist die beste Lebensschule überhaupt», kommentierte Wladimir Klitschko. (si)

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