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Guerdat, Fuchs und Mändli in Göteborg am Start

Steve Guerdat und Alamo sind in Göteborg am Start

Steve Guerdat und Alamo sind in Göteborg am Start

Steve Guerdat und Martin Fuchs zählen ab heute beim mit 1,3 Millionen Euro dotierten Weltcup-Final der Springreiter in Göteborg zu den Sieganwärtern. Auch Beat Mändli ist ein Schweizer Trumpf.

Der Weltranglisten-Erste Guerdat feierte an den Weltcup-Finals schon tolle Erfolge. Er legte, was die Podestplätze anbelangt, einen Steigerungslauf hin: 2007 Dritter mit Tresor, 2012 und 2013 jeweils Zweiter im Sattel von Nino sowie 2015 und 2016 Erster mit Paille beziehungsweise Corbinian. Der angepeilte Hattrick 2017 in Omaha (USA) mit Bianca misslang (8. Rang), und auch vor einem Jahr in Paris (10. Rang) klappte nicht alles wunschgemäss. Der gebürtige Jurassier gewann mit Bianca zwar die Schlussprüfung, mehr als den Vorstoss in die Top Ten brachte dies aber nicht ein.

Nun gibt Guerdat Alamo gegenüber der Stute Bianca, mit der er vergangenen Sommer zu WM-Bronze geritten war, den Vorzug. Im Sattel des Wallachs hatte er im Dezember etwas überraschend den prestigeträchtigen Top-Ten-Final beim CHI Genf gewonnen. Bianca und Alamo sind aktuell Guerdats Top-Pferde, denn seit vergangener Woche darf er Hannah nicht mehr satteln - der mexikanische Besitzer der Stute zog das Pferd aus dem Stall in Elgg ab.

Guerdat will in der nunmehr 41-jährigen Geschichte des Weltcup-Finals - zu vergleichen mit Hallen-Weltmeisterschaften - als fünfter Reiter oder Reiterin einen dritten Titel holen. Bereits geschafft haben dies der Österreicher Hugo Simon, der Brasilianer Rodrigo Pessoa, der Deutsche Marcus Ehning und Meredith Michaels-Beerbaum, eine deutsch-amerikanische Springreiterin.

Fuchs zurück in Europa

Martin Fuchs und Clooney zählen derzeit weltweit zu den Top-Paaren. Der junge Zürcher hatte in den vergangenen zweieinhalb Monaten Europa den Rücken gekehrt. Der Sieger des Weltcupspringens von Basel Mitte Januar flog mit Clooney und weiteren Pferden in die USA und trainierte bis Ende März in Wellington. In Florida gewann er im Februar im Sattel des Schimmels auch den mit 400'000 Franken dotierten Grand Prix. Fuchs reist zum dritten Mal an einen Weltcup-Final. 2017 in Omaha verpassten er und Clooney das Podest nur knapp.

Beat Mändli nahm die Qualifikationshürde für Göteborg in der Weltcup-Liga Ost in den USA. Der 49-Jährige, aufgewachsen in der Nähe des Rheinfalls, nimmt im Gegensatz zum Vorjahr die Reisestrapazen und Kosten für den Pferdetransport nach Europa auf sich. Mändli weilt als Trainer und Reiter in Übersee. Vor Jahresfrist hatte er auf einen Start beim Weltcup-Final in Paris verzichtet, weil er sich 2018 für die Weltreiterspiele von Mitte September in Tryon im Bundesstaat North Carolina aufdrängen wollte. Aus diesem Grund hatte er die Stute Dsarie geschont, letztlich blieb ihm die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in den USA gleichwohl verwehrt. Mändli ritt beim Weltcup-Final schon mehrmals aufs Podest. 2007 in Las Vegas gewann er mit Ideo du Thot sogar.

35 Paare aus 18 Ländern qualifizierten sich für den Weltcup-Final, der sich über drei Wettkampftage erstreckt: dem Jagdspringen vom Donnerstag folgt am Freitag ein Umgang mit Stechen. Am Sonntag gibt es im Finale zwei Umgänge. Der beste Springreiter oder die beste Springreiterin aus den ersten beiden Prüfungen - gemessen an den Klassierungen - startet am Sonntag mit null Zählern. Die Strafpunkte der Konkurrenten werden aus ihren Platzierungen errechnet. Die Top 30 starten zum ersten Umgang, die Top 20 zum zweiten.

Als Titelverteidigerin tritt Beezie Madden an. Die USA zählen zusammen mit Deutschland und der Schweiz zu den dominierenden Nationen im Weltcup. Seit 2005 stellte immer eines dieser drei Länder das Sieger-Paar.

Programm und Modus:

Weltcupfinal. Springreiten (Dotation 1'300'000 Euro). Donnerstag, 4. April, 18.00 Uhr: 1. Qualifikation, Jagdspringen (Hindernishöhe 160 cm/Dotation 100'000 Euro). - Freitag, 5. April, 18.00 Uhr: 2. Qualifikation, 1 Umgang plus Stechen (160/150'000). - Sonntag, 15. April, 14.00 Uhr: Weltcupfinal, 2 Umgänge der Top 30 bzw. Top 20 (160 cm/300'000). - Zusätzliches Preisgeld für die Top 16 der Schlussrangliste von total 750'000 Euro.

Modus: Der beste Springreiter aus den ersten beiden Prüfungen - gemessen an den Klassierungen - startet am Sonntag mit null Zählern. Die Strafpunkte der Konkurrenten werden aus ihren Platzierungen errechnet. Die Top 30 starten zu Umgang eins, die Top 20 zu Umgang zwei.

Schweizer Teilnehmer. Springen: Steve Guerdat/Alamo, Martin Fuchs/Clooney, Beat Mändli/Dsarie.

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