bike classic Huber
«Drücken, bis die anderen weg sind»

Urs Huber, Rennfahrer in Diensten des Säuliämtler Veloclubs, ist mit einer besonderen Motivation zum dritten Lauf der iXS swiss bike classic in Schleitheim gestartet. Seit jüngster Zeit führt er in der Weltrangliste der besten Marathonfahrer.

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Urs Huber

Urs Huber

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Von Martin Platter

«Ich hatte hier die Startnummer 1 nicht nur als Leader der iXS classic. Erstmals in meiner Karriere bin auch die Nummer 1 in der Weltrangliste des Radweltverbandes UCI. Deshalb war ich ganz besonders motiviert», erklärte Huber, als er in Schleitheim bereits das dritte Mal als Sieger über die Ziellinie gerollt war. Es war ein Doppel-Tripel: Dreimal in Folge Sieger am EKS Goldenrace, und bereits der dritte Triumph in Serie innerhalb der iXS Marathon-Classic. Bald wird er wohl auch zum dritten Mal in Folge die prestigeträchtige Gesamtwertung der Classic gewinnen.

«Hubers Überlegenheit ist im Moment nicht beizukommen. Wenn einer fast das ganze Rennen führt und dann bei Rennhälfte einfach noch einen Zacken zulegen kann, um seine letzten Begleiter zu distanzieren, dann fährt er in einer anderen Liga», spielte Bikemarathon-Schweizermeister Lukas Buchli auf Kräfteverhältnisse und Rennverlauf an. - Bei etwas mehr als halber Distanz der 90-km-Runde, an der berüchtigten rund 800 Meter langen Rampe mit 20 Prozent Steigung im deutschen Fützen, «testete» Huber seine beiden letzten Verfolger Buchli und Stöckli-Teamkollege Thomas Zahnd, indem er einfach die Rampe hochdrückte.

«Natürlich brennen die Beine. Doch bei den anderen schmerzt es auch», entgegnete Huber gelassen auf die Frage, was in diesem Moment in ihm vorgegangen sei, als er an der steilsten Stelle die Entscheidung suchte. «Als ich zurückschaute, war keiner mehr dran. Das ist derart motivierend, dass ich die sauren Muskeln nicht mehr spüre», deckte der Joner seine Motivationsstrategie auf. Die war dann auf den letzten 30 recht monotonen Kilometern bis ins Ziel auch gefragt.