Campbell liess nie einen Zweifel über die Siegerin aufkommen. In 52,34 verfehlte sie den Weltrekord von Britta Steffen nur um 0,27 Sekunden. Bei der Wende lag die 21-jährige Staffel-Olympiasiegerin von London noch um sechs Zehntel unter der Durchgangszeit der Deutschen, die sich in der katalanischen Hauptstadt nur als Sechste klassierte.

Als Zweite büsste die Schwedin Sarah Sjöström, die zweimalige Weltmeisterin über 100 m Delfin, bereits mehr als eine halbe Sekunde ein. Die drittklassierte Olympiasiegerin Ranomi Kromowidjojo verlor sogar schon mehr als eine Sekunde auf Campbell. Fünf Hundertstel hinter Kromowidjojo musste Missy Franklin als Vierte im WM-Pool von Barcelona ihre erste Niederlage einstecken.

Ryan Lochte liess dem WM-Titel über 200 m Lagen einen Tag später gleich zwei weitere Goldmedaillen folgen. Zunächst triumphierte der fünffache Olympiasieger über 200 m Rücken in 1:53,79 vor dem Polen Radoslaw Kawecki. Später blieb Lochte, der nun schon 14-maliger Weltmeister ist, auch mit der 4x200-m-Crawlstaffel siegreich.

Über 200 m Brust blieb Rikke Pedersen am Tag nach ihrem Weltrekord im Halbfinal nur die Silbermedaille. Die Russin Julia Jefimowa überholte in 2:19,41 die Dänin, die ihre Bestmarke um fast eine Sekunde verpasste, auf den letzten 50 m noch um 0,67 Sekunden. Bei den Männern hiess der Sieger über die längste Bruststrecke wie schon in Schanghai und Rom Daniel Gyurta.