Die Zeit Mutais wird aber wegen zu starkem Rückenwind und einer abfallenden Strecke nicht als Weltrekord in die Geschichte eingehen. "Die Leistungen am Boston-Marathon können nicht als Weltrekorde ratifiziert werden, da die Strecke zwei der Kriterien für Weltrekorde nicht erfüllt", erklärte der amerikanische Landesverband "USA Track and Field" gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Bedingungen im Bundesstaat Massachusetts waren mit kühlen Temperaturen und beträchtlichem Rückenwind ideal gewesen. Mutai blieb beim ältesten Stadtmarathon der Welt fast zwei Minuten unter seiner eigenen Bestzeit aus dem Vorjahr. In Rotterdam hatte er damals 2:04:55 benötigt, was ihn in der ewigen Rangliste auf Platz 7 befördert hatte. In Berlin war er mit 2:05:10 nur unwesentlich langsamer gewesen und hatte Platz 2 belegt. Mutai hatte sein Marathon-Debüt 2007 gegeben und sich in den beiden nächsten Jahren jeweils in Eindhoven durchgesetzt.

Zweiter wurde mit Moses Masop ebenfalls ein Kenianer, der nach hartem Kampf auf der Boylston Street nur gerade vier Sekunden später im Ziel eintraf als Mutai. Bei den Frauen sorgte Caroline Kliel in 2:22:36 für den zweiten kenianischen Triumph des Tages. Beide Sieger kassierten je 150'000 Dollar, Mutai darf sich zusätzlich über einen Bonus für den Streckenrekord freuen.