U21 Nati
«Oranje» fordert die U21-Nati in der EM-Qualifikation

Nach der EM-Kampagne im März spielt die Schweizer U21 bereits die nächste Qualifikation für die EM 2023. Am Freitag wartet in Lausanne mit den Niederlanden ein erster Härtetest für Mauro Lustrinellis Nachwuchsmannschaft.

Pascal Kuba
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Lausanne ist der Schauplatz des Spitzenkampfes der U21-Nati.

Lausanne ist der Schauplatz des Spitzenkampfes der U21-Nati.

Keystone

Mit den Niederlanden gastiert am Freitag der härteste Gruppengegner der Schweiz in der EM-Qualifikation in Lausanne. Nachdem die U21-Nati im März nur knapp die Viertelfinals an der EM verpasst hat, will man sich nun erneut für das Turnier qualifizieren.

Zuvor hatte die Nachwuchsmannschaft der Schweiz zum ersten Mal seit zehn Jahren die Teilnahme an einer U21-EM geschafft. In den ersten beiden Spielen der Qualifikation konnte die Auswahl von U21-Trainer Mauro Lustrinelli Gibraltar zuhause und auswärts jeweils mit 4:0 schlagen und grüsst somit ohne Gegentor und Punkteverlust von der Tabellenspitze.

Nun wartet eine herausfordernde, aber machbare Aufgabe auf die U21-Nati.

Neue Gesichter, gleiche Ausgangslage

Gegen eine der besten Nachwuchs-Mannschaften zu spielen, löst beim Trainer sichtlich Begeisterung aus. «Solche Spiele sind geil für die Mannschaft, da sie sich mit anderen Nationen messen kann», sagt Lustrinelli und verweist auf die Wichtigkeit der internationalen Bühne für seine Schützlinge.

Im März konnte man an der U21-EM die favorisierten Engländer mit 1:0 schlagen.

Im März konnte man an der U21-EM die favorisierten Engländer mit 1:0 schlagen.

Keystone

Viele davon sind bei ihren Vereinen in der Super League oder der Challenge League die jüngsten und schlüpfen somit in der Nati in die ungewohnte Führungsrolle. Vor allem von Spielern des EM-Kaders, wie St. Gallens Leonidas Stergiou und Servettes Kastriot Imeri, erwartet sich Lustrinelli Führungsqualitäten.

Denn von der Mannschaft, die im März sensationell die Titelfavoriten aus England geschlagen hat, sind nur noch sieben Spieler übrig. Stützen wie Jordan Lotomba, Cédric Zesiger oder Andi Zeqiri spielen mittlerweile in der A-Nationalmannschaft.

Mauro Lustrinelli will sein Team gegen «Oranje »zum Sieg orchestrieren.

Mauro Lustrinelli will sein Team gegen «Oranje »zum Sieg orchestrieren.

Keystone

Die «neue» U21 steht der «alten» in Sachen Qualität laut Lustrinelli aber in nichts nach: «Das sind beides sehr interessante Jahrgänge.» Das aktuelle Kader empfindet er als hungrig und ambitioniert. «Ich verlange viel, aber ich sehe, dass die Bereitschaft und der Einsatz stimmen. Man merkt, dass auch in der Schweiz grossartig gearbeitet wird in Sachen Nachwuchs», fügt der U21-Trainer hinzu.

Wie an der EM ist auch in dieser Mannschaft kein Star ausfindig zu machen, der das Spiel im Alleingang entscheiden könnte. Das Kollektiv steht einmal mehr im Vordergrund. «Es spielen zwei Mannschaften gegeneinander, nicht Einzelspieler», sagt Lustrinelli.

Niederlandes Dreizack und Alleskönner

Wie die A-Mannschaft strotzt die niederländische U21 nur so vor Talent. An der vergangenen EM ist die Nachwuchsmannschaft der «Oranje» bis in den Halbfinal vorgestossen, wo man erst gegen den späteren Sieger Deutschland ausschied. Mauro Lustrinelli rühmt daher den Gegner in höchsten Tönen: «Sie sind physisch, technisch und taktisch hervorragend.

Die Niederlande ist seit Jahren eines der besten Ausbildungsländer weltweit.» Vor allem der namhafte Dreizack mit Anderlechts Bayern-Leihgabe Joshua Zirkzee, Leipizigs Brian Brobbey und Myron Boadu von der AS Monaco werden im Angriff für mächtig Wirbel sorgen.

Mit Joshua Zirkzee haben die Niederländer einen echten Star in ihren Reihen.

Mit Joshua Zirkzee haben die Niederländer einen echten Star in ihren Reihen.

Keystone

In der Verteidigung heissen die bekanntesten Akteure Mitchel Bakker, der im Sommer von PSG zu Bayer Leverkusen wechselte, Teamkollege Jeremie Frimpong und Ki-Jana Hoever vom Premier-League-Klub Wolverhampton. Insgesamt spielt eine beachtliche Anzahl der Spieler in den Top-5-Ligen und der Champions League.

Wichtig ist für den Trainer ausserdem die Mentalität, die sein Team auf dem Platz zeigt. «Wir haben eine super Mannschaft. Ich will, dass die Fans in Lausanne unsere Identität und Werte sehen», sagt der ehemalige Super-League-Stürmer. Will das Team gegen die Niederlande bestehen, muss es die gleichen Tugenden abrufen, die schon in der vergangenen Qualifikation und an der EM für Erfolg gesorgt haben: Solidarität und Einsatz.

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