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Zur Eröffnung der Swiss-Indoors: ABBA-Klänge taufen die neue St. Jakobshalle

Die schwedische Kultband ABBA trat bei der Eröffnungszeremonie der Swiss Indoors auf.

Die schwedische Kultband ABBA trat bei der Eröffnungszeremonie der Swiss Indoors auf.

Vor dem Spitzenspiel zwischen Marin Cilic und Denis Shapovalov wurde am Super Monday die neu sanierte St. Jakobshalle offiziell eröffnet.

Drei Jahre nach der Eröffnung der alten St. Jakobshalle 1977 gewann die schwedische Tennislegende Björn Borg zum ersten und einzigen Mal die Swiss Indoors Basel. Gleichzeitig schickte sich die schwedische Pop-Band ABBA an, Kultstatus zu erreichen. Die Schweden sollten später über 400 Millionen Tonträger verkaufen. Da liegt es auf der Hand, dass es sich der Turnierdirektor der Swiss Indoors Basel, Roger Brennwald, auch 41 Jahre später zur Eröffnung der neuen St. Jakobshalle nicht nehmen liess, für ein Revival der schwedischen Klänge zu sorgen.

Für 115 Millionen Franken wurde die alte St. Jakobshalle – die «Mottenkiste», wie sie Brennwald nannte – in den vergangenen zwei Jahren zu einem «Palast» umgebaut und auf ein neues internationales Toplevel katapultiert. Was mit der neuen Infrastruktur möglich ist, zeigt sich gleich zu Beginn der gut einstündigen Einweihungsshow. Während das Orchester wie jedes Jahr zur Ouvertüre die Fluch-der-Karibik-Titelmusik spielt, schwappen auf den LED-Leinwänden in goldenem Licht Wellen über den projizierten Sand.

Der Center Court wird zu einer Insel im Pazifik. Da ist Gänsehaut garantiert. Doch die Show bietet nicht nur Strand und Meer. Auch Basel kommt nicht zu kurz. Erik Julliard, der Regisseur der Konzert-Show, liess noch vor ABBA Gold die Basler Trommler des Top Secret Drum Corps auftreten.

«Money, Money, Money»

Der Basler Regierungsrat Conradin Cramer versteckt in seiner unterhaltsamen Eröffnungsrede zahlreiche ABBA-Titel und sorgt mit Zitaten wie «beim Bau der Halle gab es drei Probleme: Money, Money, Money» oder «auf der Baustelle wurde des Öfteren Mamma Mia geflucht», für Lacher.

Auch Roger Brennwald sorgt anschliessend bei den knapp 9000 Zuschauern in der Halle für ein Schmunzeln, als er sagt: «In diesem Land gibt es den Brauch, nur über Sportstätten zu diskutieren, statt sie zu bauen. Wir freuen uns daher umso mehr, die neue Halle als substanzielles Pfand für die Zukunft entgegenzunehmen.»

Dann kommt ABBA-Gold. Die Cover-Band lässt gemeinsam mit der Mädchen und Knaben der Kantorei, den Streichern der Basel Sinfonietta und dem Orchester die schwedischen Musik-Ikonen wieder aufleben. Dass die Klänge etwas schräger als die des Originals sind, ist spätestens um 19 Uhr vergessen. Dann eröffnen der Kroate Marin Cilic und der Kanadier Denis Shapovalov die Swiss Indoors und damit auch die neue St. Jakobshalle sportlich.

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