Die Aufgabe dürfte damit enorm schwierig werden. In der Weltrangliste stehen nicht weniger als sechs Amerikanerinnen vor der besten Schweizerin. In der 1. Runde mussten die USA ohne Sloane Stephens und Serena Williams antreten und unterlagen Australien zuhause 2:3.

Auch ohne die Weltnummer 4 Stephens und die 23-fache Grand-Slam-Siegerin Williams konnte Captain Kathy Rinaldi auf die Roland-Garros-Halbfinalistin Madison Keys und die Australian-Open-Halbfinalistin Danielle Collins zählen. Zudem ist durchaus denkbar, dass in einem weiteren Heimspiel auch Stephens oder Williams wieder zur Verfügung stehen könnten. Um an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio startberechtigt zu sein, müssen sie noch mindestens einmal Fed Cup spielen.

Gegen die USA war für die Schweiz in der Fed-Cup-Geschichte noch nie etwas zu holen. Sämtliche acht Begegnungen gingen an die Amerikanerinnen. Einzig Christiane Jolissaint gelang 1984 gegen Kathy Jordan wenigstens ein Sieg. Das letzte Duell liegt allerdings bereits 26 Jahre zurück.

Im Fall einer Niederlage müsste das Team von Captain Heinz Günthardt hoffen, dass die angedachte Aufstockung der Weltgruppe auf 16 Teams bereits nächstes Jahr Tatsache wird. René Stammbach, Präsident von Swiss Tennis, macht sich allerdings nicht allzu grosse Hoffnungen. Der Vizepräsident des Internationalen Verbandes erachtet es als wahrscheinlicher, dass beim Modus für 2020 alles beim Alten bleibt. Der Entscheid fällt frühestens Ende Mai.