Wimbledon
Nicht nur Fussballspieler: Auch Tennisprofis schmücken ihre Körper mit Tattoos

Den Lauf der Zeit können selbst die Gralshüter im traditionsbewussten Wimbledon nicht aufhalten. In der Bildergalerie finden Sie die auffälligsten Tattoos in Wimbledon.

Simon Häring, Wimbledon
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Nick Kyrgios Inzwischen ist der ganze Körper des Rebellen mit Tattoos übersät. Einen ernsten Hintergrund hat die Zahl 74 an der Innenseite des Mittelfingers. Es ist eine Hommage an die in diesem Alter verstorbene Grossmutter Julianah Foster.
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Wimbledon 2018: Tattoos
Stan Wawrinka Wer den Romand erklären will, der liest am besten die Worte auf seinem linken Unterarm. «Immer versucht. Immer gescheitert. Egal. Versuch es weiter. Scheitere wieder. Scheitere besser», steht da, die Worte von Samuel Beckett.
Polona Hercog Die Slowenin ist der Rockstar im Tennis-Zirkus. Besonders auffällig ist der rechte Arm, auf dem ein Totenschädel und eine Rose eingearbeitet sind. Eine Bedeutung haben die Tattoos nicht. «Sie sind einfach meine Leidenschaft.»
Yanina Wickmayer In der Krone, die sich die Belgierin hat stechen lassen, sind die Zahlen 3 und 8 eingearbeitet. Eine Hommage an die verstorbene Mutter: Deren Glückszahl war die 3, ihre eigene die 8. Sie steht für die Unendlichkeit der Verbindung.
Elina Switolina Ihr auffälligstes Tattoo, einen Raubtierkopf, hat die Ukrainerin sich am linken Oberschenkel stechen lassen. Es soll ihre Stärke demonstrieren. «Es gab schwierige Momente in meinem Leben und ich bin stolz, wie ich sie gemeistert habe.» Am Handgelenk hat Switolina zwei weitere Tätowierungen: «Carpe Diem» («Geniesse den Tag») und «OM», das sie als Entsprechung in Hindi bezeichnet.
Karolina Pliskova Als Zeichen der Verbundenheit liess sie sich mit Zwillingsschwester Krystina, Mutter Martina und Vater Radek das gleiche Maori-Muster stechen. Vater Radek, während er wegen Zigarettenschmuggels für drei Jahre im Gefängnis sass.
Serena Williams So offenherzig die Amerikanerin sich in einer Reality-Serie gezeigt hat, so verschlossen gibts sie sich bei Fragen nach ihrem Tattoo: einem Herzchen auf dem Nacken. Was es bedeutet? Williams hat es bis heute niemandem verraten.
Gaël Monfils Der Franzose hat mehrere Tattoos. Drei Sprüche, die sich mit dem Thema Traum beschäftigen, unter anderem Martin Luthers «I have a Dream». Am auffälligsten aber sind die Flügel auf dem Rücken. Monfils: «Sie beschützen mich.»

Nick Kyrgios Inzwischen ist der ganze Körper des Rebellen mit Tattoos übersät. Einen ernsten Hintergrund hat die Zahl 74 an der Innenseite des Mittelfingers. Es ist eine Hommage an die in diesem Alter verstorbene Grossmutter Julianah Foster.

Imago

Es ist das älteste Tennisturnier der Welt, und als solches gönnt sich Wimbledon die eine oder andere Extravaganz. Sicher die bekannteste ist jene, wonach die Spieler auf dem Platz Weiss zu tragen haben. Doch den Lauf der Zeit können auch die britischen Gralshüter nicht aufhalten.

Und so kommt es immer öfter vor, dass unter den blütenweissen Kleidchen bunte Tätowierungen aufblitzen. Es gibt Paradiesvögel wie Gaël Monfils und Bethanie Mattek-Sands, deren Haut kaum mehr freie Stellen aufweist. Meist haben die Tätowierungen eine tiefere Bedeutung. Sie sind ein Leitsatz, eine Hommage an einen geliebten Menschen oder Symbol für die Verbundenheit. Das sind die Geschichten hinter den Tätowierungen der Tennis-Paradiesvögel.