Tennis
Roger Federer gewinnt bei Rückkehr und sagt: «Bis zum ersten Kaffee bin ich etwas verspannt unterwegs – aber das ist normal»

Roger Federer besiegt in Halle den Qualifikanten Ilja Iwaschka (27, ATP 90) aus Weissrussland mit 7:6 (7:4), 7:5 und steht in den Achtelfinals. Es ist eine gelungene Rückkehr auf Rasen – zwei Jahre nach dem gegen Novak Djokovic verlorenen Wimbledon-Final.

Simon Häring
Drucken
Teilen
Roger Federer startet mit einem Sieg in die Rasensaison.

Roger Federer startet mit einem Sieg in die Rasensaison.

Friso Gentsch / dpa

701 Tage sind vergangen, seit Roger Federer letztmals auf Rasen gespielt hat. Dazwischen liegen zwei Jahre und zwei Operationen am Knie. Das alles will er nun endlich hinter sich lassen. Wie auch die Erinnerung an diesen 14. Juli 2019. Es war der Wimbledon-Final, in dem Federer gegen den Serben Novak Djokovic zwei Matchbälle nicht verwerten konnte.

Nun kehrt Federer mit einem 7:6 (7:4), 7:5-Erfolg gegen den Qualifikanten Ilja Iwaschka (27, ATP 90) zurück, bekundet gegen den Weissrussen aber vor allem zu Beginn der Partie mehr Mühe als erhofft. Zwei Breakchancen muss Federer abwehren, ehe er sich im Tiebreak mit 7:4 durchsetzt. Im zweiten gelingt ihm das einzige Break der Partie - zum 7:6, 7:5-Erfolg.

Nach der Partie sagte Federer: «Ich spielte nun auf Hartplatz, auf Sand und jetzt auf Rasen. Das lässt sich kaum vergleichen, aber es ist aufregend, zurück zu sein. Ich habe es vermisst.» Körperlich fühle er sich gut, nicht einmal Muskelkater habe er nach den ersten Trainings auf Rasen gehabt, wie das sonst üblich sei. Allerdings habe er auch noch nie voll trainiert, weil er sich noch von den Strapazen in Paris habe erholen müssen.

Für einmal kein Muskelkater nach den ersten Trainings bei Roger Federer

Für einmal kein Muskelkater nach den ersten Trainings bei Roger Federer

Peter Klaunzer / KEYSTONE

Auf Frage dieser Zeitung sagte Federer: «Nach den Spielen gegen Cilic und Koepfer spürte ich diesen Schock, den der Körper braucht. Das zeigt mir auch, dass ich ans Limit gehe.» Er habe keinerlei Beschwerden, sei aber gespannt, wie er sich am Tag danach fühle. «Das einzige, das ich jeweils spüre, ist das Alter. Die ersten fünf Minuten bis zum ersten Kaffee bin ich etwas verspannt unterwegs. Aber ich glaube, das hat jeder.»

Achtelfinal-Gegner noch offen

Federer bestreitet nach Doha im März, Genf und den French Open, wo er sich nach der dritten Runde wegen einer Blessur am Knie zurückgezogen und dafür Kritik geerntet hatte, erst das vierte Turnier in den letzten 17 Monaten. In Halle, wo er mit 10 Titeln Rekordsieger ist und 2019 den Titel gewann, will sich Federer den Feinschliff für Wimbledon holen.

In Halle gibt sich Federer den Feinschliff für Wimbledon.

In Halle gibt sich Federer den Feinschliff für Wimbledon.

Friso Gentsch / dpa

Am Dienstag geniesst Roger Federer einen spielfreien Tag. Dann ermitteln der Kanadier Félix Auger-Aliassime (20, ATP 21) und der Pole Hubert Hurkacz (24, ATP 17) seinen Gegner in den Achtelfinals.

Aktuelle Nachrichten