Sport

Sportliche Betätigung hilft Herz und Hirn

Wer im Alter den Kreislauf ankurbelt, hilft damit auch dem Gehirn.

Wer im Alter den Kreislauf ankurbelt, hilft damit auch dem Gehirn.

Zwei brandaktuelle wissenschaftliche Studien widerlegen eine Warnung und bestätigen eine Vermutung.

Dass Spitzensport bisweilen ungesund sein kann, ist hinlänglich bekannt. Vor einigen Jahren warnten Kardiologen aus den USA aber auch Freizeitsportler vor einem übermässigen Ausdauertraining. Dies könne zu vermehrten Herztoden im Alter führen. Nun widerlegt die erste Langzeitstudie von texanischen Wissenschaftlern aus Dallas zu diesem Thema solche Aussagen.

Begleitet wurden für dieses Forschungsprojekt, welches im Januar am Kongress der amerikanischen Herz-Vereinigung vorgestellt wurde, 66 Personen mit einem Durchschnittsalter von 53 Jahren. Diese betrieben während mehr als 25 Jahren einen Trainingsumfang von wöchentlich rund 35 Stunden – in den Sportarten Laufen, Radfahren und Schwimmen. Keine Person war je im Leistungssport tätig. Das Fazit ist eindeutig: Ein aussergewöhnlich hoher Trainingsumfang führt zu keinem erhöhten Sterberisiko. Während der zehnjährigen Nachuntersuchung der 66 Testpersonen kam es zu keinem einzigen herzbedingten Todesfall.

Ausdauersport hilft gegen Altersvergesslichkeit

Ebenfalls kürzlich wurde eine Studie des deutschen Zentrums für neurodegenerative Krankheiten vorgestellt. Diese untersuchte anhand von 2013 Erwachsenen den Effekt von Bewegung auf das Gehirn. Unter anderem mit Hilfe von MRI-Hirndaten liefert die Studie neue Beweise für einen Zusammenhang von Ausdauertraining, welches das Herz höher schlagen lässt, und der Gehirngesundheit. Die Wissenschafter stellten fest, dass durch den Anstieg der maximalen Sauerstoffaufnahme beim Trainieren auch ein Anstieg von Hirnflüssigkeit stattfindet. Dies führt zu einem positiven Effekt in den Gehirnstrukturen, welche für den altersbedingten kognitiven Abbau verantwortlich sind. Die Beeinträchtigung der Denkleistung, die sogenannte Altersvergesslichkeit, kann gemäss Erkenntnissen der Studie mit Ausdauertraining reduziert werden. «Körperliche Fitness schützt vor kognitiven Einbussen», sagt Co-Autor Michael Joyner.

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