Olympia

Erste Lücken im komplizierten olympischen Sicherheitssystem

Sicherheitspersonal der Olympischen Spiele in Sotschi.

Sicherheitspersonal der Olympischen Spiele in Sotschi.

In die Wettkampfstätten der Olympischen Spiele gelangt nur, wer zuvor die Sicherheitskontrolle passiert. Doch am ersten Wettkampftag zeigt sich, das komplizierte System hat Lücken. Manchmal ist der Zutritt ohne Kontrollen möglich.

Das Prozedere ähnelt jenem an den Flughäfen. Tasche, Koffer und Wertsachen werden von einem Röntgengerät durchleuchtet und der Besucher marschiert durch einen Metalldetektor. Erst wer diese Hürde passiert, darf die olympischen Wettkampfstätten betreten. Egal, ob IOC-Mitglied, Journalist oder normaler Fan, die Kontrolle ist für alle gleich. Schliesslich war und ist die Angst vor Anschlägen in Sotschi gross. 100 000 Sicherheitskräfte stehen im Einsatz.

Doch das Sicherheitssystem hat Lücken. Wer einen offiziellen Transportbus innerhalb einer kontrollierten Zone betritt, kann die Wettkampfstätte am Ende der Route ohne Kontrolle passieren. Einzig der Besucherausweis wird eingescannt. Jedoch ist es schon vorgekommen, dass auch Fahrzeuge, die von öffentlichen Plätzen starteten, ohne Zusatzkontrolle in die geschlossenen Wettkampfstätten gelangten. Einzig der Unterboden des Fahrzeuges wird mit Spiegeln abgesucht.

Auch die Detektoren lassen vieles zu. Ein vergessenes Feuerzeug in der Hosentasche stellt selten ein Problem dar. Dafür wird die Wasserflasche mit einem Spezial-Scanner einzeln durchleuchtet, damit die Substanz klar ermittelt werden kann. Immer vorausgesetzt, die Flasche wird im Rucksack überhaupt erkannt. Was nur zirka jedes zweite Mal passiert. Privat-Fahrzeuge des IOC und anderen Partnern werden bei der Abfahrt versiegelt. Ein Klebeband auf der Tür und an den Fensterscheiben zeigt den Sicherheitskräften, dass niemand das Auto verlassen hat, oder etwas zugeladen wurde.

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