Mit einem klaren 3:1-Auswärtssieg in Bassecourt qualifizierte sich Solothurn für die 1. Runde des Schweizer Cups 2018/19 und hofft auf einen attraktiven Gegner. Speziell war dieser Cup-Fight im Jura. Zum einen waren es die Umstände mit dem anfänglichen Schneegestöber, das immer mehr zum Schneefall wurde, zum anderen waren es zwei missglückte Rückpässe der Einheimischen, die zu den Toren 1 und 3 der Deutschschweizer führten.

Bereits in der zweiten Minute geriet ein Rückpass des linken Aussenverteidigers Jérémy Ducommun zu kurz, sodass sein Torhüter Bourquin gegen Veronica nur mittels Foulspiel ein Gegentor vorläufig verhindern konnte. Solothurns Topskorer Chatton versenkte den Elfmeter souverän zur Führung.

In der 58. Minute lief der aufmerksame Chatton in einen Rückpass des rechten Innenverteidigers Ghomrani. Er liess sich für diesen dritten Gästetreffer als Doppeltorschütze feiern. „Sehr wichtig war für uns, früh in Führung zu gehen, um dann das Spiel ruhiger angehen zu können“, hielt FCS-Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak fest.

Bassecourts Pfostenschuss

Die Jurassier nahmen ihren frühen Rückstand nicht hin. Sie setzten die Solothurner unter Druck. Pech hatten sie, als Barkin in der zwölften Minute nur den rechten Pfosten traf. „Wir hatten Glück bei diesem Postenschuss“, anerkannte Skrzypczak. Auf dem kurzen wie schmalen Platz entwickelten sich viele intensive Zweikämpfe.

Diese wurden vielfach ausgelöst durch die schwierigen Terrainverhältnisse, die viele Zufälligkeiten zuliessen. „Dieses Spiel war sehr zweikampf-betont“, analysierte der Gästeteamchef. Die Platzherren standen hoch. Die Besucher kamen nach dem Pfostenschuss jedoch zu den besseren Abschussmöglichkeiten durch Chatton (18.), Stauffer (29.), Arifi (33.) sowie Veronicas Freistoss (44.). „Die erste Halbzeit war ausgeglichen, der Gegner suchte das Ausgleichstor“, erkannte Skrzypczak.

Schrittwiesers frühes 0:2

Nachdem in der Pause die Strafraum- und Torlinien vom Platzwart mit einem Besen wieder sichtbar gemacht wurden, drängten die Ambassadoren auf ihr zweites Tor. In der 54. Minute spielte von links Veronica den sich zentral frei laufenden Schrittwieser ideal an – 0:2.

Bassecourt versuchte zwei Minuten später mit einem Doppelwechsel das Spiel noch kehren. „Der Gegner war nicht mehr in der Lage zu reagieren“, warf Skrzypczak  ein. Bis auf die Vorschlussminute blieben die Aarestädter defensiv stabil. Eine Unkonzentriertheit ermöglichte Bitiq noch den Ehrentreffer. „Dieses 1:3 gefällt uns nicht, wir wollten zu Null spielen“, bemerkte Solothurns Trainer.