Fussball 1. Liga

Für Wangen wird es langsam aber sicher eng

Die Zuger wehren erfolgreich einen Wangner Freistoss ab.

Die Zuger wehren erfolgreich einen Wangner Freistoss ab.

Gegen Zug 94 setzte es für Tabellenschlusslicht Wangen b. O. eine 0:2-Heimniederlage ab. Die Leistung der Solothurner liess sehr zu wünschen übrig. Mittlerweile fehlen den Wangnern elf Punkte auf den FC Münsingen, den Leader der Gruppe 2.

Nach dieser neuerlichen Niederlage gegen den Tabellennachbarn Zug ist die Frage berechtigt, gegen wen der FC Wangen eigentlich noch gewinnen oder zumindest punkten könnte. Stellte man schon bei den letzten Spielen fest, dass Sand im Getriebe ist, darf jetzt sogar behauptet werden, dass der Wurm drin ist.

Auch wenn in dieser so eminent wichtigen Partie gegen die Zentralschweizer nicht weniger als neun Stammspieler als verletzt, abwesend oder gesperrt zu vermelden waren, standen immer noch elf Akteure auf dem Spielfeld, die vom Potenzial her alle Erstliganiveau erreichen sollten. Doch elf Einzelspieler sind nun mal noch keine Mannschaft. Gerade in dieser Beziehung hapert es beim FCW gewaltig.

Starke Zuger Offensive

Die Zuger, die einen äusserst schlechten Saisonstart erwischt haben, dies im Gegensatz zu Wangen, machten es den Platzherren vor. Als Mannschaft konnte Zug in jeder Beziehung überzeugen und hat sich so den Sieg absolut verdient.

Einmal im Angriff liegend, und das war alles andere als eine Seltenheit, machten sie mit vier bis sechs Spielern Druck aufs Wangner Tor. Gingen die Platzherren in die Offensive, was allerdings erst so richtig beim Zwei-Tore-Rückstand der Fall war, waren sich auch die Angriffsspieler nicht zu schade, hinten auszuhelfen.

Das Spiel begann für die Gastgeber mit einer Schrecksekunde. Noch war keine Minute gespielt, als der für den aus familiären Gründen abwesende Stammtorhüter Marco Häfliger erstmals zum Einsatz gekommene Gabriele D’Ovidio bei seiner ersten Intervention ins Leere griff. Der frühe und sicher scheinende Gegentreffer konnte im letzten Moment noch verhindert werden. Dafür machte der Keeper bei der Abwehr des Eckballs seinen Fehler wieder gut.

Die anfängliche Uneffizienz der Gegner

Es ging im gleichen Stil weiter. Die Besucher setzten die Gastgeber gewaltig unter Druck. In der ersten Viertelstunde konnte der Wangner Torhüter vorerst einmal einen Verteidigungsfehler ausbügeln, eine weitere gute Möglichkeit vergaben die Zuger aus eigenem Unvermögen, als sich Sulejmani gegen den letzten Wangner Abwehrspieler durchgesetzt hatte, zielte er genau auf D’Ovidio.

Erstaunlich, dass die Gäste nicht früh in Führung gingen. Möglichkeiten dazu hatten sie doch zuhauf, wie beispielsweise Peter, der einen Freistoss wenig ausserhalb des Strafraums in die Wolken schoss und dann erneut Sulejmani, der aus nächster Nähe den Ball unbedrängt neben das Tor setzte.

Erst in der 25. Minute konnten die Wangner ihre erste Torchance kreieren. Der vorgepreschte Aussenverteidiger Claudio Zimmerli brachte jedoch zu wenig Kraft hinter den Ball, um diesen am neunzehnjährigen Zuger Hüter Baumann vorbeizubringen. Noch in derselben Minute schlug es dann aber auf der Gegenseite ein. Im x-ten Anlauf hatte es bei Sulejmani endlich geklappt. Das 1:0 war geradezu überfällig.

Gestärkt vom Pausentee

Erst jetzt schienen die Wangner sich lösen zu können. Pech hatte Avni Halimi, der mit seinem kernigen Distanzschuss nur die Querstange traf. Der grossgewachsene Gästehüter wäre geschlagen gewesen. Nicht so bei einem Abschlussversuch von Patrik Dibrani, den er mit grossem Können zunichtemachte. Auch wenn sich die Wangner langsam etwas mehr zutrauten, war die Pausenführung der Zentralschweizer absolut verdient.

Wie schon zu Spielbeginn kamen die Zuger gleich nach dem Seitenwechsel erneut zu einer Grosschance. Im Anschluss an einen Eckball zeigten aber auch sie gewisse Abschlussschwächen, wurde doch der Ball aus vier Metern Entfernung über das Tor gedroschen.

Am Elfmeterpunkt versagt

In der 56. Minute fiel dann die Vorentscheidung. Palatucci düpierte gleich zwei Wangner Abwehrspieler und liess sich diesmal nicht zweimal bitten. D’Ovidio hatte keine Abwehrchance, das 2:0 für Zug war zwingend. Es hätte für die Platzherren sogar noch schlimmer kommen können. Der neu eingewechselte Sahin verpasste das dritte Tor schon beinahe kläglich. Kläglich war dann in der vorletzten Spielminute auch die Ausführung des den Wangnern zugesprochenen Strafstosses.

Avni Halimi schoss den Penalty neben das Tor. Schon beim Anlauf liess die Körpersprache nichts Gutes erahnen, das Versagen war schliesslich ein Spiegelbild der gesamten Wangner Vorstellung.

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