Ein schwieriges Spiel endete mit einem für Solothurn unbefriedigenden Resultat. Dies nicht nur, weil nach einer langen Durststrecke mit einem Sieg der Vorstoss an die Tabellenspitze gewunken hätte. Auch der Spielverlauf sprach für einen Dreier der Ambassadoren.

Das schmale, kurze und holprige Terrain verlangte eine längere Angewöhnungszeit. Zunehmend konnten sich die Besucher auf diese Umstände einstellen. «Wir mussten immer aufpassen, dass der Ball hinten nicht verspringt und versuchten es mit langen Bällen, die jedoch zu oft zum Gegner gingen», sah es FCS-Captain Marc Du Buisson.

Mit 1:0 in die Pause

Trotz Feldvorteilen war es schwer, sich Raum zu verschaffen. Abschlüsse wurden dadurch zusätzlich erschwert. «Doua spielte erstmals als einzige Sturmspitze, aber weil wir seine Laufwege noch nicht kennen, verloren wir viele Bälle», analysierte Du Buisson.

Der Führungstreffer fünf Minuten vor dem Seitenwechsel sprach vorerst für die Gäste. Wie gegen Luzern II vor einer Woche konnte eine Folgeszene nach einem stehenden Ball genützt werden. Nastoski konnte diesmal von der linken Seitenlinie einen Freistoss in den Muri-Strafraum zirkeln. Büchli verpasste mit dem Kopf und die einheimische Abwehr brachte den Ball nicht weg. Für einmal konnte sich Doua Freiraum schaffen und diesen mit einem satten Schuss links tief zum 1:0 abschliessen.

Trotz Überzahl Ausgleich eingesteckt

Die Gäste versuchten kontrolliert, mit Ruhe und Geduld diese Führung abzusichern. Bei diesem Unterfangen kam ihnen zudem die harte gelbrote Karte gegen Muris rechten Aussenverteidiger Alic wegen zweimaligem Foulspiel zugute (52.).

Doch ebenfalls ein stehender Ball machte den Solothurnern einen Strich durch die Rechnung. «Wir wollten natürlich gewinnen und das 1:0 sowie dann die gelbrote Karte sprachen für uns», fasste Du Buisson zusammen.

Ein unnötiges Foulspiel

Die Gäste brachten den Ball im Mittelfeldbereich nicht unter Kontrolle und Büchli konnte Hohl einen Meter vor dem Strafraum nur mittels Foulspiel stoppen. Vor der Ausführung dieses Freistosses wechselte Aziz Sayilir noch Selmanaj für Nastoski ein. Auch diese Massnahme vermochte Koch nicht zu verunsichern und sein satter Schuss ins linke Tiefe Eck bedeutete den Ausgleich für die Freiämter. «Wir kennen Koch und warnten vor ihm, doch das Foul hätte nicht sein müssen», sagte Du Buisson. «Sonst hatten sie keine Chance, sie waren nur auf Eckbälle und Freistösse gefährlich», fügte der 22-Jährige an.

Die Anstrengungen, doch noch als Sieger vom Platz zu gehen, fielen seitens der Besucher jedoch zu wenig zwingend und überzeugend aus. Dieses Verlusttor nahm den Solothurnern ihre Überzeugung.

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