Olympia 2012

Die Schweizer Olympia-Auswahl testet heute in Solothurn gegen Senegal

Fabian Schär und Innocent Emeghara testen heute in Solothurn gegen die Auswahl von Senegal

Fabian Schär und Innocent Emeghara testen heute in Solothurn gegen die Auswahl von Senegal

Lange ist es her, dass eine Schweizer Fussball-Auswahl zur Olympiade fahren durfte. Um in London nicht unterzugehen testet das Team mit Grössen wie Benaglio, Mehmedi und Rodriguez heute gegen Senegal – und zwar im kleinen Stadion des FC Solothurn.

Erstmals seit 88 Jahren hat sich die Schweiz, dank des zweiten Platzes an der letztjährigen U21-EM, für das olympische Fussballturnier qualifiziert. Bevor die Mannen um Captain Diego Benaglio am 26. Juli in Newcastle unter olympischem Feuer spielen, geht es heute um 18.15 Uhr zur Hauptprobe gegen Senegal nach Solothurn. Aber auch für den Gastgeber FC Solothurn ist der Anlass eine Feuerprobe.

«Wir hatten die letzten Tage einige Adrenalin-Schübe»

«Es ist eine Ehre, dieses Testspiel bei uns austragen zu dürfen», sagt Jürg Naegeli, seines Zeichens Mediensprecher und seit 15 Jahren Mitglied der Geschäftsleitung des FCS. In Solothurn habe man im Nachwuchs- und Frauenfussball bereits eine lange Tradition von Länderspielen.

Die Olympia-Auswahl mit Grössen wie Benaglio, Admir Mehmedi, Ricardo Rodriguez oder Fabian Frei zu Gast zu haben, sei jedoch ein spezieller fussballerischer Leckerbissen. «Wir hatten die letzten Tage einige Adrenalin-Schübe», so Naegeli, denn die Organisation sei sehr kurzfristig ausgefallen.

Erst Anfang Juli haben die Solothurner, durch ihren engen Kontakt zum Biberister SFV-Generalsekretär Alex Miescher, den Zuschlag bekommen. «Das kleine Solothurner Stadion eignet sich am besten», erklärt SFV-Mediensprecherin Florence Horisberger die Wahl.

Unterstützung der Schweizer Fans

Das Spiel solle nicht vor leeren Rängen in einer grossen Arena stattfinden, denn man wolle die Mannschaft vor der Abreise nach England die Unterstützung der Schweizer Fans spüren lassen. Die relative Nähe zum Trainingslager-Stützpunkt in Magglingen sei ein weiteres Argument für die «Ambassadorenstadt» gewesen.

Hoffen auf bis zu 2000 Zuschauer

FCS-Marketingchef Umberto Monopoli hofft in der rausgeputzten Arena der «Sankt-Ursen-Stadt» auf bis zu 2000 Zuschauer, der Andrang auf Tickets sei erfreulich gross. «Bei 1000 Gästen haben wir den Break-even», fügt Jürg Naegeli an, denn man gedenke mit dem Anlass, natürlich auch etwas fürs Vereinsbudget zu machen. Der finanzielle Aufwand entstehe vor allem durch die zahlreichen Auflagen von Fifa und Verband – vom Sicherheitskonzept bis zur Garderobenbeschriftung sei vieles präzise vorgeschrieben.

Nati-Spiel ist nur eine kleine «Olympische Feuerprobe»

Das OK des FC Solothurn ist für die Aufgabe gut gewappnet und kann beispielsweise auf Know-how und Erfahrung von GL-Mitglied Meinrad Schönbächler, Sicherheitsdelegierter der Swiss Football League, zurückgreifen. Für das Organisationsteam ist das Nati-Spiel eigentlich nur eine kleine «olympische Feuerprobe», denn am 7. September feiert der Traditionsklub am selben Ort mit der Partie FC Basel gegen 1. FC Kaiserslautern sein 111-jähriges Bestehen.

«Das wird ein richtiges Volksfest», frohlockt Monopoli und verspricht ein stattliches Rahmenprogramm und eine merkliche optische Auffrischung des Solothurner Stadions.

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