Fussball
Der FC Dulliken bleibt bei der Niederlage gegen die Zürcher unverständlich

Punktgleich lagen die Blue Stars aus Zürich und der FC Dulliken vor der Partie auf den Plätzen zehn und neun. Dass man dann zu Hause trotz gleicher Spielanteilen mit 0:3 unter die Räder kommt zeigt sinnbildlich, in welcher kuriosen Situation man sich im Niederamt derzeit befindet.

Pascal Mäder
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Der FC Dulliken geht trotz gleichen Spielanteilen wie die Herausforderer mit 0:3 unter.

Der FC Dulliken geht trotz gleichen Spielanteilen wie die Herausforderer mit 0:3 unter.

Hans Peter Schläfli

In der 28. Minute ging es für einmal blitzschnell: Dulliken zeigte ein starkes Umschaltspiel und konnte so die Gäste überraschen. Husi legte dann den Ball von links in die Mitte zu Rouven Corti, welcher aus bester Position knapp scheiterte. Die Zürcher taten es nun den FCD-lern gleich und es ging prompt in die andere Richtung, wo sich vor dem Dulliker Tor eine ähnliche Situation abspielte. Stara spielte die Kugel ebenfalls von der linken Seite in die Mitte zu Sturmspitze Sorrentino, welcher ruhig blieb und einnetzte. Umso bitterer für die Gelbschwarzen war, dass die Partie bis anhin total ausgeglichen war.

Effiziente Gäste

Die Partie plätscherte im Anschluss vor sich hin, bis kurz vor der Pause Fehlmann Mosciaro zwanzig Meter vor dem Tor regelwidrig stoppte. Durim Bunjaku nahm Mass und versenkte den fälligen Freistoss sehenswert in der rechten oberen Torecke. «Wir kommen zu fast keinen zwingenden Chancen, beim gegnerischen Abwehrdrittel ist fertig», meinte FCD-Captain Alain Huber. Offensiv liess man tatsächlich die grossen Chancen vermissen, defensiv jedoch leistete man im Duell gegen die Zürcher gute Arbeit und liess nur wenig zu. Die Effizienz der Gäste war beeindruckend und genau das, was letztlich auch den Dullikern fehlte.

Viele ungenutzte Chancen

Denn in Halbzeit zwei hatte das Heimteam durchaus Chancen, zwingend wurde es trotzdem nie. Husi sah seinen Schuss pariert, Brica verfehlte nach einem Eckball mittels sattem Schuss knapp, Hasani wählte die komplizierte Variante statt den direkten Abschluss aufs Tor des falsch postierten Blue Stars-Torhüter und auch der eingewechselte Zeqiri fand keinen Weg Schlussmann Haberstroh zu bezwingen. Zu allem Übel schoss Stara kurz vor Schluss noch das vielumjubelte 0:3.

Dulliker Ratlosigkeit

Nach der Partie wollte Assistenztrainer Massimo Mingolla dazu nicht Stellung nehmen. «Frag den Captain, die Spieler müssen dafür geradestehen», winkte er ab. Captain Huber nahm sich und die Mannschaft dann sogleich in die Pflicht, indem er sagte: «Wir setzen nicht um, was vorgegeben wird. Das war eine schlechte Leistung von uns.» Die Stimmung in der Mannschaft sei gut und man mache eigentlich nichts, was man letzte Saison nicht auch schon getan hätte. Es sei einfach der Wurm drin und was genau fehle könne man nicht wirklich sagen, ergänzte er ziemlich ratlos.

Anders als letzte Saison fehlt allerdings Sturmtank Zenuni, welcher für die Dulliker viele Bälle in der Offensive halten konnte. Er gehört nicht mehr zum Team, weshalb wurde nicht kommuniziert. Auch sein Sturmpartner Bisevac, welcher im Sommer zum FC Solothurn abwanderte, fehlt dem Team offenbar mehr als erwartet.

Hoffnung gibt jedoch ein anderer Name, welcher seit einigen Wochen auf der Kaderliste der Dulliker umhergeistert. Es ist derjenige des 31-jährigen Damir Dzombic, dem ehemaligen Innenverteidiger des FC Basel. Der ältere Bruder von Dullikens Mittelfeldspieler Semir Dzombic ist bereits spielberechtigt, wird die Mannschaft allerdings erst in der Rückrunde verstärken.

Dulliken – Blue Stars ZH 0:3 (0:2)

Ey. – 150 Zuschauer. – SR: Dusan Brkic. – Tore: 29. Sorrentino 0:1. 40. Bunjaku 0:2. 90. Stara 0:3.

Dulliken: Russo; dos Santos, Fehlmann, Hubeli, Brica; Corti, S. Dzombic (31. Zeqiri), Huber, Husi; Wernli; Hasani.

Blue Stars ZH: Haberstroh; Erdogan, Fiala, Yilmaz, Araujo; Stara, Mosciaro, Pfyffer (76. Simic), Tomas; Bunjaku (83. Milosevic); Sorrentino (55. Sutrak).

Bemerkungen: Verwarnungen: 34. Pfyffer, 37. Bunjaku (beide Foul).