Eishockey NLB

Der EHC Olten holt sich in Visp drei wertvolle Punkte

Hattrickschütze Roman Schild.  AE

Hattrickschütze Roman Schild. AE

Das war nicht der grosse Hockeyabend in der Visper Litternahalle bei dem 6:3-Sieg des EHC Olten. In einem dürftigen Spiel schaukelten die Gäste zum dritten Mal in dieser Saison gegen den Tabellenzweiten EHC Visp das Punktemaximum nach Hause.

Einen grossen Anteil an diesem Auswärtserfolg des Muller-Teams trägt Roman Schild. Der Stürmer mit NLA-Erfahrung konnte sich als dreifacher Torschütze feiern lassen.

Schilds Triplette

Schild brachte seine Farben in der 14. Minute mit seinem ersten Treffer zum 1:1-Ausgleich ins Spiel. Dies, nachdem der EHCO einen totalen Fehlstart hingelegt hatte und zuvor zu keiner zwingenden Torchance gekommen war. Kurz vor Ablauf des zweiten Drittels erzielte Schild dann den erstmaligen Führungstreffer für die Powermäuse. Diesem ging eine hektische Phase voraus: Der Visper Füglister musste auf der Strafbank Platz nehmen, was den Oltnern ein Überzahlspiel ermöglichte. Dies war jedoch nicht von langer Dauer. Denn bei einem EHCO-Powerplay-Angriff kam Wüst zu Fall. Der harte Entscheid des Schiedsrichters lautete auf Schwalbe. In der anschliessenden kurzen Phase, in der beide Teams mit vier Spielern auf dem Feld vertreten waren, kamen endlich mehr Emotionen und mehr Feuer auf. Ein Bandencheck Schüpbachs brachte in der Folge den EHCO wieder in Überzahl. Und diesmal klappte es: Schild verbuchte das 2:3. Aller guten Dinge sind drei: Im letzten Drittel sorgte der Ex-Langnauer mit dem 5:3 in der 52. Minute für die Vorentscheidung. Die definitive ging in der 58. Minute auf die Kappe von Remo Hirt, er war mit seinem Schuss ins leere Tor um den 6:3-Schlussstand besorgt.

Viele Fehler auf beiden Seiten

Im ersten und zu Beginn des zweiten Drittels noch deutete wenig auf einen Erfolg des EHC Olten hin. Denn das Spiel wurde überschattet von unzähligen Fehlpässen auf beiden Seiten. In den Reihen der Oltner waren jene aber erschreckend häufig. Völlig verunsichert wirkte der Auftritt der Powermäuse. Um nur ein Beispiel zu nennen: Thomas Kropf stand in der 21. Minute hinter seinem eigenen Tor. Sein versuchter Befreiungsschlag missglückte komplett, und die Scheibe landete direkt in der Schaufel eines Vispers. Der horrible Fehlpass blieb ohne Folgen.

Die Oberwalliser ihrerseits starteten etwas besser als die Oltner in die Partie und verzeichneten vor allem in der ersten Hälfte eindeutig mehr Torchancen. So war es nicht überraschend, dass Schüpbach die Gastgeber im ersten Drittel mit einem satten Schuss in Front brachte. Visp erwischte aber ebenfalls nicht seinen besten Tag. Die Gastgeber hätten aber das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden können, wenn sie ihre Grosschancen genutzt hätten. In der 30. Minute etwa tauchte Samuel Keller völlig alleine vor Thomas Kropf auf und setzte die Scheibe neben den Kasten - und damit blieb er nicht der einzige Oberwalliser, der eine fast hundertprozentige Torchance vergab. Die Ineffizienz ermöglichte es dem EHCO, einen zweimaligen Eintorerückstand aufzuholen und schliesslich das Blatt zu wenden.

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