61 Kilometer in 2 Etappen
Bellacherin wird nach zweitägigem Laufrennen zur Schluchtenkönigin

Kathrin Götz ist die Schluchtenkönigin 2015. Nach ihrem souveränen Sieg am Transruinaulta (Ilanz–Thusis) vom Samstag verteidigte die Solothurnerin ihren Vorsprung tags darauf beim Transviamala (Thusis–Donat) ohne Probleme.

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Kathrin Götz startet zum sportlichen Abenteuer

Kathrin Götz startet zum sportlichen Abenteuer

Anita Fuchs

«Heute konnte ich es so richtig geniessen», sagte Kathrin Götz nach ihrem letzten Saisonrennen. 61 Kilometer hatte sie in den Beinen, aufgeteilt auf zwei Etappen.

Den Grossteil, exakt zwei Drittel, meisterte sie am Samstag anlässlich des zweiten Transruinaulta. Der mit 1800 Höhenmetern garnierte Trailmarathon führte sie bei Top-Bedingungen von Ilanz durch eine reizvolle Gegend mit der imposanten Rheinschlucht als Herzstück nach Thusis.

Kathrin Götz erarbeitete sich dabei ein beruhigendes Polster von nahezu 18 Minuten auf ihre erste Verfolgerin in der Kombinationswertung.

Und diese war die vermeintliche Kronfavoritin Emma Pooley aus Hausen am Albis, deren Palmarès unter anderem eine Olympia-Silbermedaille (2008 im Zeitfahren) und drei Weltmeistertitel (einmal Zeitfahren, zweimal Duathlon) zieren.

Fast eine Viertelstunde schneller

Den Vorsprung verteidigte Kathrin Götz im zweiten Teil der Wochenend-Aufgabe souverän und sie durfte sich am Sonntag am Schamserberg von einer begeisterten Menschenmenge als Schluchtenkönigin feiern lassen.

Das Schluchten-Königspaar von Transviamala: Beat Ritter und Kathrin Götz

Das Schluchten-Königspaar von Transviamala: Beat Ritter und Kathrin Götz

Anita Fuchs

Dies, nachdem die Ausdauersportlerin aus Bellach zwischen Thusis und Donat zusätzliche 19 Kilometer mit 750 Höhenmetern zurückgelegt hatte.

Konkret am 14. Transviamala, dessen Schmuckstück die mystische Viamala-Schlucht darstellt und der schon sechs Mal zum schönsten Schweizer Lauf gekürt wurde.

In diesem Rennen belegte die 36-Jährige den zweiten Rang hinter Emma Pooley. In der Endabrechnung wies sie mit der Gesamtzeit von 5:28:25 Stunden eine Reserve von nahezu einer Viertelstunde auf. (af)