Skispringen
Ein Probesprung als beste Schweizer Leistung in Engelberg

Der Luzerner Gregor Deschwanden schafft es beim ersten Weltcup-Heimspringen als einziger Schweizer in den Finaldurchgang.

Rainer Sommerhalder
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Gregor Deschwanden macht ein 27. Platz im Weltcup inzwischen nicht mehr glücklich.

Gregor Deschwanden macht ein 27. Platz im Weltcup inzwischen nicht mehr glücklich.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Die Ansprüche steigen. Obwohl Gregor Deschwanden auch beim sechsten Weltcupspringen der Saison den Final der besten 30 erreicht und damit die längste Erfolgsserie seit Februar 2015 abliefert, ist er mit dem 27. Schlussrang nicht zufrieden.

Anstatt vom Resultat spricht der 29-Jährige von seinem Probesprung. Einzig dieser Versuch habe den eigenen Ansprüchen genügt. «Wenn ich gute Sprünge zeige, dann sehe ich mich durchaus in den Top 10», sagt Gregor Deschwanden. Am Sonntag eröffnet sich ihm eine zweite Chance.

Gar nicht zufrieden mit seinem Auftritt war der 19-jährige Dominik Peter. Auch er startet inzwischen mit der Ambition, es in den Final zu schaffen. Da macht ein 42. Rang natürlich nicht glücklich. Peter haderte mit dem starken Rückenwind, kombiniert mit der tiefen Anlaufluke. «So hatte ich keine Chance», bilanziert der Zürcher Oberländer.

Kritik an der Juryentscheidung, von wo aus man die ersten Springer trotz konstantem Rückenwind losschickte, kam auch von der Startnummer 1, von Simon Ammann. Der Toggenburger blieb erneut vieles schuldig. Rang 39 entspricht in keiner Weise seinen Ansprüchen, aber leider der derzeitigen Realität.

Dass nach Beginn bei Luke 19 die besten Springer später aus Luke 21 losfuhren, entspricht tatsächlich nicht dem logischen Ablauf. Letztlich setzten sich aber auch in Engelberg die derzeit besten Skispringer durch.

Halvor Egner Granerud gewinnt in Engelberg zum vierten Mal in Serie in diesem Weltcupwinter.

Halvor Egner Granerud gewinnt in Engelberg zum vierten Mal in Serie in diesem Weltcupwinter.

Urs Flueeler / KEYSTONE

Der Norweger Halvar Granerud feierte seinen vierten Weltcupsieg in Serie. Er sagte, es sei seine beste Leistung in diesem Winter gewesen. Vor dieser Saison stand der 24-Jährige in einem Einzelspringen überhaupt noch nie auf dem Weltup-Podest. Nun steigt er als Topfavorit in die Vierschanzentournee.