Unweit ihrer Heimat verwies Vlhova in der tschechischen Ski-Station um 11 Hundertstel die Deutsche Viktoria Rebensburg auf Platz 2. Mikaela Shiffrin wurde sechs Zehntel zurück Dritte, womit die Entscheidung um den Disziplinen-Weltcup noch nicht definitiv gefallen ist. Die Vorteile liegen jedoch weiterhin auf Seiten der Amerikanerin, die beim Finale in Soldeu den letzten Riesenslalom mit einer Reserve von 97 Punkten auf Vlhova in Angriff nehmen kann. Die Slowakin müsste das letzte Rennen gewinnen und die Amerikanerin ohne Punkte bleiben.

Schon nach dem ersten Lauf hatte sich abgezeichnet, dass es den Schweizerinnen zu keinem Spitzenplatz reichen würde. Wendy Holdener, die Leaderin im Team von Swiss-Ski, verlor gleich 2,39 Sekunden auf die Bestzeit, was sie lediglich auf Platz 12 im Zwischenklassement brachte. Auch der zweite Durchgang gelang ihr nicht wie erhofft. Sie verlor noch eine Position und wurde schliesslich Dreizehnte. Anfang Februar in Maribor hatte die Schwyzerin als Vierte ihr bestes Riesenslalom-Ergebnis realisiert, doch nun tat sie sich auf der weichen Unterlage ebenso schwer wie an der WM, wo sie nicht über Platz 15 hinaus gekommen war.

Die Nidwaldnerin Andrea Ellenberger, an der WM als Zehnte beste Schweizerin, schied im zweiten Lauf durch einen Sturz aus. Bei Halbzeit hatte sie auf Position 22 gelegen. Noch schlechter erging es Lara Gut-Behrami, die komplett enttäuschte und sich mit fast viereinhalb Sekunden Rückstand nicht für den zweiten Lauf qualifizierte. Dafür schafften mit den hohen Nummern 45 und 47 die beiden Walliserinnen Camille Rast und Lindy Etzensperger (bei ihrem Weltcup-Debüt) knapp den Vorstoss in den zweiten Lauf. Beide hatten zuletzt an den Junioren-Weltmeisterschaften brilliert, Rast als Zweite im Riesenslalom, Etzensperger als Dritte im Super-G. In Spindlermühle belegte das Duo letztlich die Schlussränge 23 und 27.