Langlauf

Sechsfacher Norweger-Triumph, Cologna Zehnter

Weit und breit keine Gegnerin: Therese Johaug

Weit und breit keine Gegnerin: Therese Johaug

Die Norweger Paar Golberg und Therese Johaug gewinnen die erste Ski Tour in Skandinavien. Dario Cologna verbessert sich in der Schlussetappe in Trondheim noch auf den 10. Platz.

Die norwegischen Langläufer holten im Verfolgungsrennen über 30 km im klassischen Stil zur grossen Machtdemonstration aus. Hinter Golberg folgten gleich fünf Teamkollegen. Sie profitierten allerdings auch vom Heimvorteil und der Kenntnis der speziellen Wetterbedingungen am nördlichen Atlantik.

Bei Schneefall, Sonne, Regen und starkem Wind innerhalb kürzester Zeit vergriffen sich die Russen in der Materialwahl völlig. So blieb der Weltcupleader Alexander Bolschunow, der mit über einer halben Minute Vorsprung in die letzte Etappe gestiegen war, chancenlos und kam hinter der norwegischen Armada als Siebter ins Ziel.

Dario Cologna verbesserte sich mit der achtbesten Tageszeit vom 11. in den 10. Rang; er verlor genau drei Minuten auf Golberg. Roman Furger stellte seine gute Form mit dem 15. Rang unter Beweis. Der Urner hatte vor der erstmals durchgeführten, auf gut 90 km von Schweden nach Norwegen führenden Tour einen 30. Platz in der von ihm weniger geliebten klassischen Technik als Bestresultat. Im Tagesklassement, das ebenfalls als Weltcuprennen zählt, belegte Jonas Baumann, ein Klassik-Spezialist, den 13. Rang.

Johaug überlegene Toursiegerin

Bei den Frauen gewann Therese Johaug wie erwartet hoch überlegen. Sie verteidigte in der Schlussetappe über 15 km klassisch nicht nur ihren Vorsprung, sondern baute diesen noch deutlich aus, obwohl sie die gesamte Strecke bei einsetzendem Schneefall alleine laufen musste. Das Podest vervollständigten mit über 3:40 Minuten Rückstand Heidi Weng und Ingvild Flugstad Östberg, zwei weitere Norwegerinnen.

Zufrieden sein durfte auch Nadine Fähndrich. Nach ihrem ersten Podestplatz im Sprint vom Samstag, lief die Luzernerin die ersten 2,2 km am schnellsten und sicherte sich weitere Bonuspunkte. Damit beendete sie die Sprintwertung der Tour als Zweite und verdiente sich 4000 Franken Prämie. Im Gesamtklassement erscheint Fähndrich als einzige Schweizerin, sie belegte den 20. Rang.

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