Ski alpin
Lindsey Vonn: «Eine Medaille in St. Moritz wäre die Kirsche auf der Torte»

Ski-Star Lindsey Vonn nimmt für den Erfolg eine erneute Verletzung ihres rechten Oberarmes bewusst in Kauf. Das Risiko, sich den Arm noch einmal zu brechen, sei sehr hoch. "Ich bin bereit, dieses Risiko auf mich zu nehmen", sagt sie.

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Keystone

«Ich habe nichts an meiner Fahrweise verändert», sagte die Olympiasiegerin der Sport Bild, «aber falls ich stürzen sollte, wurde mir gesagt, dass ich meinen Arm nah am Körper halten soll.»

Das beherzigte sie etwa bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo am vergangenen Samstag, als sie in den Fangzaun flog, aber unverletzt blieb.

Unter dem Rennanzug trug sie dabei eine kleine Schiene, die den Oberarm schützte, den sie sich im vergangenen November gebrochen hatte.

Das Risiko, sich den Arm noch einmal zu brechen, sei "sehr hoch", sagte Vonn. Aber: "Ich bin bereit, dieses Risiko auf mich zu nehmen, und zweifle kein bisschen an meiner Entscheidung."

Lindsey Vonn setzt sich gerne publikumswirksam in Szene, wie jüngst in einem Video über ihre Reha-Zeit.Facebook

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Bei der WM in St. Moritz (6. bis 19. Februar) gilt Vonn als Topfavoritin auf Abfahrtsgold, obwohl die 32-Jährige seit ihrer Rückkehr Mitte Januar gerade einmal fünf Weltcup-Rennen bestritten hat.

Das zweite, die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen, gewann sie. "Eine Medaille in St. Moritz wäre die Kirsche oben auf der Torte - die Krönung meines Comebacks und eine großartige Leistung", sagte sie.

Weil Vonn es immer wieder geschafft hat, sich nach Verletzungen zurückzukämpfen, bezeichnete sich Vonn jetzt als "bionische Frau". Sie verfüge demnach über einen durch Technik verbesserten Körper. (sid)