Paris gewann mit 9 Hundertsteln Vorsprung auf ein zeitgleiches Duo mit dem Österreicher Vincent Kriechmayr und dem Franzosen Johan Clarey. Mit seinen 38 Jahren wurde Clarey zum ältesten Fahrer, der je an Weltmeisterschaften eine Medaille gewann.

Grossanlässe waren bisher nicht unbedingt das Ding des grossgewachsenen Paris. Der 29-jährige Südtiroler hatte bisher erst eine Medaille auf dem Konto: Silber, das er 2013 in Schladming in der Abfahrt errang. Letzten Winter an den Olympischen Spielen in Südkorea war Paris Vierter in der Abfahrt. Im Weltcup dagegen fährt er regelmässig seine Erfolge ein. In diesem Winter gewann er die Abfahrten in Bormio und in Kitzbühel, daneben auch den Super-G in Bormio.

Die Goldfahrt von Dominik Paris

Schweizer Super-G-Fahrer im Hintertreffen

Das Schweizer Super-G-Quartett erlebte im ersten Männer-Rennen in Are ein Debakel. Als Bester wurde Junioren-Weltmeister Marco Odermatt Zwölfter. Schlechter war die Ausbeute in dieser Disziplin in den letzten 20 Jahren nur einziges Mal.

Bei der Premiere vor 32 Jahren in Crans-Montana krönte sich Pirmin Zurbriggen zum Super-G-Weltmeister. 1989 doppelte Martin Hangl im amerikanischen Vail gleich nach. Für die letzte WM-Medaille in dieser einstigen Schweizer Paradedisziplin sorgte 2009 Didier Cuche (Gold). Anders als bei den Titelkämpfen 2007 in Are, als Bruno Kernen Bronze geholt hatte, gab es dieses Mal aus Schweizer Sicht keine Überraschung.

Immerhin Marco Odermatt, der erst 21-jährige Nidwaldner aus Hergiswil, zeigte sich mit seinem ersten Auftritt an Elite-Titelkämpfen "zufrieden, obwohl meine Fahrt nicht perfekt war". Odermatt büsste 0,58 Sekunden auf Weltmeister Dominik Paris ein. Der sechsfache Junioren-Weltmeister trauerte allerdings eher den gut zwei Zehntel, die ihm zum 4. Platz fehlten, nach: "Die wären in meiner Fahrt durchaus zu finden."

Beat Feuz als TestfahrerBeat Feuz kam sich mit der Startnummer 1 auf der welligen WM-Piste wie ein Testpilot vor: "Es wäre schon 'gäbig' gewesen, zumindest einem Fahrer im TV zuzuschauen. Dominik (Paris) konnte das mit der Nummer drei. Er kam im Ziel sofort zu mir und wusste genau, wie ich gefahren bin." Dem fehlerhaft fahrenden Emmentaler, vor Jahresfrist in Südkorea noch Zweiter im olympischen Super-G, blieb mit einer Sekunde Rückstand nur der 18. Rang.

Besonders enttäuscht zeigte sich Mauro Caviezel. "Ausscheiden tut immer weh. An der WM noch viel mehr", sagte der 30-jährige Bündner, der in Nordamerika mit drei Podestplätzen fulminant in die Speed-Saison gestartet war. Nach Lake Louise (3.) und Beaver Creek (2.) trat er im folgenden Super-G in Val Gardena gar als Leader der Disziplinen-Wertung an. "Eigentlich wusste ich, wie ich diese Stelle fahren wollte, doch dann befand ich mich in Rücklage in der Luft und konnte nicht mehr reagieren", beschrieb Caviezel seinen Ausfall.

Caviezel gleich taten es auch Thomas Tumler und Ian Gut. Der jüngere Bruder von Lara Gut-Behrami fährt allerdings seit diesem Winter für Liechtenstein.

Super-G Männer Are