Snowboardcross

Disqualifikation und Durcheinander bei WM-Premiere

Kalle Koblet bekundete im kleinen Final viel Pech (Archiv)

Kalle Koblet bekundete im kleinen Final viel Pech (Archiv)

Die ersten WM-Titelkämpfe im Mixed-Teamevent der Snowboardcrosser endeten kurios, und für das Schweizer Team mit Kalle Koblet und Lara Casanova in einer Disqualifikation im kleinen Final.

Im Kampf um die Ränge 5 bis 8 wartete Lara Casanova am Start vergebens auf die Öffnung ihres Starttores. Die 22-Jährige aus Walenstadt hob den Arm, um den Offiziellen anzuzeigen, dass sich ihr Tor aufgrund einer Fehlfunktion nicht öffnen würde. Der Grund für die Startverweigerung lag in ihrem Fall allerdings nicht an einem Fehler der Vorrichtung, sondern an Casanovas Teamkollege Koblet, der kurz vor der Zieleinfahrt ein Tor nicht passieren konnte und darum disqualifiziert wurde.

Koblet befand sich im kleinen Final an guter Position, als ihn ein Konkurrent abdrängte und dem Winterthurer nur das Ausweichen in das Tor als Alternative blieb. "Bis auf den Schluss bin ich mit meinem Rennen im kleinen Final zufrieden", sagte Koblet nach dem Rennen. Casanova und Koblet beendeten das Rennen nach der Disqualifikation im 8. Rang, das zweite Schweizer Team, Nick Watter und Muriel Jost wurden Fünfzehnte. Aufgrund von Casanovas Armzeichen wurden das Rennen der Frauen gestoppt, und musste nach dem grossen Final nachgeholt werden. Bereits in den Halbfinals hatte ein Rennen wiederholt werden müssen - dort tatsächlich aufgrund einer Fehlfunktion des Startgates.

Zur grossen Figur im Final wurde die nun sechsfache Weltmeisterin Lindsey Jacobellis. Sie machte einen Rückstand von Teamkollege und Weltmeister Mick Dierdorff wett und sicherte den USA die nächste Goldmedaille. Omar Visintin und Olympiasiegerin Michela Moioli aus Italien wurden Zweite, Bronze ging an das deutsche Duo Paul Berg und Hanna Ihedioha.

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