Wenns läuft, dann läufts. In Cortina trifft die Floskel auf Ramona Siebenhofer zu. Die Steirerin ist bereits die vierte Fahrerin in diesem Winter, die an einer Weltcup-Station einen Doppelsieg feiert. Vor ihr ist das schon Nicole Schmidhofer in Lake Louise, der nach einer Rennpause am Sonntag im Super-G wieder ins Geschehen eingreifenden Mikaela Shiffrin in St. Moritz und Courchevel sowie Ilka Stuhec in Val Gardena geglückt.

Schmidhofer und Stuhec mischten auch am Samstag vorne mit. Die Österreicherin und die Slowenin komplettierten das Podest. Schmidhofer wurde um vier Hundertstel geschlagen, Stuhec, die Zweite vom Freitag, verlor rund eine halbe Sekunde.

Die Schweizerinnen konnten nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen und enttäuschten. Einzig Michelle Gisin schaffte es als Siebte in die vorderen Ränge. Zwei Ränge hinter ihr klassierte sich die Rückkehrerin Lindsey Vonn, die es in ihrem zweiten Saisonrennen in die Top 10 schaffte.

Jasmine Flury und Joana Hählen verpassten die Top 15 ebenso wie Lara Gut-Behrami, bei der die Kurve weiter abwärts zeigt. Die Tessinerin, die in Cortina schon eine Abfahrt und zwei Super-G gewonnen hat, verkörpert derzeit nur noch Mittelmass. Hatte sie am Samstag auf verkürzter Strecke anderthalb Sekunden auf Siebenhofer eingebüsst, waren es diesmal über die komplette Länge 2,21 Sekunden. "Es nicht nicht leicht. Mir fehlt die Lockerheit", räumte sie im TV-Interview ein.

Corinne Suter, am Freitag als Vierte knapp neben dem Podest, verpasste nach einer fehlerhaften Fahrt gar die Top 30, ebenso wie Priska Nufer. Die beiden reihten sich damit hinter Wendy Holdener ein.

Am Sonntag steht in Cortina noch ein Super-G auf dem Programm. In diesem wird auch Mikaela Shiffrin wieder ins Geschehen eingreifen. Die überlegene Leaderin im Gesamtweltcup hat die beiden Abfahrten ausgelassen.