Ski-WM-Kolumne
Einblick in den Alltag der Ski-WM-Journalisten: In der Desinfektionsdusche

Drei Journalisten wohnen während der Ski-WM gemeinsam in einer Wohnung in Cortina d'Ampezzo. In dieser Kolumne gibt es Einblicke in das Leben der Wohngemeinschaft. Heute: 100 Prozent ungiftig.

Martin Probst
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Wer ins Pressezentrum will, muss unter die Desinfektionsdusche.

Wer ins Pressezentrum will, muss unter die Desinfektionsdusche.

zvg

Manchmal hat man ja richtig Glück: Zum Beispiel, wenn der Wirt für frische Muscheln wirbt. Da bestellt man mit gutem Gewissen und ist froh, hat er die Verdorbenen an einem anderen Tag serviert.

Es gibt Hinweise, die sind bei genauem Betrachten absurd. An der Ski-WM gab es bisher zwar keine Muscheln. Dafür ist der Desinfektionsnebel, durch den die Journalisten beim Betreten des Pressezentrums laufen, «100 Prozent ungiftig», wie der Hersteller stolz schreibt.

Martin Probst

Martin Probst

Sandra Ardizzone / INL

Für die Desinfektionsdusche gibt es eine Kabine. Zuerst wird die Körpertemperatur gemessen, dann werden die Journalisten ein paar Sekunden lang besprüht. Von Kopf bis Fuss. Das ist quasi Gesundheit aus der Düse. Nur die Haut wird dadurch nicht jünger. Das wiederum ist schade. Man stelle sich vor, wie sich das vermarkten liesse: Tritt ein in den Nebel und komme als Jungspund wieder raus.

Nur ein bisschen Unsicherheit bleibt. Nur weils der Wirt verspricht, ist die Muschel noch lange nicht frisch. Mal schauen, ob wir am Ende dieser WM plötzlich alle eine Glatze haben.