Nati-Star Xherdan Shaqiri war bei der SRF-Spendenaktion «Jeder Rappen zählt» zu Besuch. Als Markenbotschafter von Coca-Cola. Insgesamt übergab er 127'267 Franken im Namen von Coca-Cola für Jugendliche in Not. Ein stolzer Betrag.

Blöd nur, dass sich dieser Betrag quasi ausschliesslich aus Spenden vom Mega-Konzern Coca-Cola und privaten Spenden für seine Selfie-Aktion zusammensetzt. Sein eigener finanzieller Beitrag an die Spendenaktion beträgt etwa 140 Franken - alles, was sein Portemonnaie noch hergab. Eben, wie der Name sagt: Jeder Rappen zählt. 

Diese Aktion hinterlässt jedoch einen faden Nachgeschmack. Normalerweise legen die Promis einen höheren Betrag auf die gesammelte Spende obendrauf. So rundete der Langenthaler Rapper Knackeboul seine gesammelte Spende um 500 Franken auf 2000 Franken auf. Das mag nicht nach viel mehr tönen. Beachtet man aber, dass Shaqiri wöchentlich ungefähr 90'000 Franken verdient, wäre eine höhere eigenfinanzielle Spende angebracht gewesen. 

Doch was sagt uns diese Aktion? 

Niemand möchte Xherdan Shaqiri unterstellen, er sei ein Geizkragen. Dass er den ganzen Inhalt seiner Brieftasche dazulegte, war eine spontane Aktion und dass man nicht einfach 5000 Franken aus dem Hosensack zaubern kann, ist klar. Aber genau da liegt das Problem. Shaqiri war nicht vorbereitet. Auftritte wie am JRZ sind für Promis nicht nur da, um etwas Gutes zu tun - sondern auch, um das eigene Image zu verbessern. Dafür hat man als Sportler von diesem Format einen Berater. Und dieser hat (wieder einmal) versagt. 

Shaqiri hätte mit einer üppigen Spende sein persönliches Image aufwerten können. Das Lob wäre gerechtfertigt und von allen Seiten gekommen. So aber bleibt nur das ernüchternde Fazit: Shaqiris Auftritt ist in etwa so glamourös wie Stoke City in der Premier-League.